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Zeitungsausträger Epsilon Saftige Busse für Post-Tochterunternehmen wegen Dumpinglöhnen

  • Die Genfer Post-Tochter Epsilon muss eine Busse von 180'000 Franken bezahlen.
  • Diese Strafe verhängte die Eidgenössische Postkommission (Postcom).
  • Das, weil die Firma ihren Angestellten den branchenüblichen Mindestlohn nicht bezahlte.
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Aus dem Archiv: Post reagiert auf Vorwurf zu Dumpinglöhnen
Aus 10 vor 10 vom 12.09.2019.
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Die Differenz musste Epsilon nachzahlen. Das muss rückwirkend für das ganze Jahr 2019 erfolgen, wie die Postcom in ihrem veröffentlichten Entscheid festhält. Die Mindeststandards der Postbranche sind überdies bis spätestens am 31. März umzusetzen.

Die Lohnnachzahlungen betragen rund 600'000 Franken, wie Post und Gewerkschaften bereits im Vorfeld ausgehandelt haben. Sie gehen an etwa 60 Epsilon-Angestellte, die in den Kantonen Genf und Waadt Zeitungen in der Frühzustellung und nicht adressierte Sendungen vertragen. Die Rückzahlung erfolgte bereits 2019.

Dumpinglöhne für Zeitungsverträger

Die Postcom hatte im November 2018 aufgrund eines Berichts von SRF Auskunft bei der privaten Post-Tochter verlangt. Sie fand bei den Vorabklärungen heraus, dass die Löhne Lücken aufwiesen. Die Berechnungsweise wich stark von den üblicherweise verwendeten Lohnbestandteilen ab.

Deswegen unterschritten die Löhne von Epsilon die branchenüblichen Mindeststandards «signifikant», schreibt die Postcom. Das im Mai 2019 eröffnete Aufsichtsverfahren zeigte, dass die Differenz vor allem auf die Zeitmessung bei den Zustelltouren zurückzuführen war. Hinzu kamen Qualitätsprämien und fehlende Nachtzuschläge.

So lag der von Epsilon bezahlte tiefste Lohn deutlich unter dem von der Postcom in einer Verordnung festgelegten Mindestlohn von 18.27 Franken pro Stunde.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von mahmut alane  (holundder)
    Ein weiteres Beispiel was passiert wenn man Unternehmen und die freie marktwirtschaft nicht reguliert. Glücklicherweise haben wir in der Ch Kontrollen.
    1. Antwort von Martin Truska  (truschi)
      Unternehmen und freie Marktwirtschaft muss man nicht zwingend regulieren, aber was man muss, ist, sich vorher zu überlegen, was man outsourcen will, weil es angeblich nicht mehr zum Kerngeschäft gehört.
      Die Post sollte mal versuchen, obs nicht besser laufen würde ohne Diejenigen, welche entschieden haben, dass Postaustragen nicht zum Kerngeschäft einer Post gehört.
  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Verstehe ich das richtig die zur Post gehörende Posttochter zahlt dem Bund eine Busse? In einem Gleichnis würde die Enkelin dem Grossvater das Geld geben und das Geld bliebe in der Familie....
    Dass die Löhne nachbezahlt wurde ist das absolute Minimum, wo bleibt die Wiedergutmachung, wo bleiben die Zinsen?
  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Dumpinglöhne bei der Tochter Firma von der POST, welch eine SCHANDE, dafür arbeitet kein SCHWEIZER.!.