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Zwölf Prozent weg Schweizer Maschinenindustrie brechen die Aufträge weg

  • Im ersten Semester sind die Aufträge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) um über zwölf Prozent eingebrochen.
  • Im zweiten Quartal gar um knapp 20 Prozent, wie der Branchenverband Swissmem mitteilt.
  • Der konjunkturelle Gegenwind und der starke Franken lassen den bereits in den vergangenen Quartalen rückläufigen Auftragseingang regelrecht einbrechen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Rekordzyklus geht zu Ende abspielen. Laufzeit 07:45 Minuten.
Aus ECO vom 26.08.2019.

Nachdem im ersten Quartal allerdings noch ein vergleichsweise moderates Minus von 5.1 Prozent resultiert hatte, stürzte der Bestellungseingang im zweiten Quartal um beinahe 20 Prozent ab. Dies immerhin im Vergleich zu einem starken Vorjahr.

Keine Besserung in Sicht

Trotz dieses Basiseffekts sei der Rückgang massiv, teilte der Verband mit. Einerseits schwächle die Konjunktur und andererseits hätten sich die wirtschaftspolitischen Risiken jüngst akzentuiert, was zu einer Aufwertung des Frankens geführt habe.

Eine Trendumkehr zeichnet sich derzeit nicht ab, im Gegenteil: Die erwähnten Faktoren würden die Erwartungen für die kommenden Monate eintrüben, hiess es. Der Dachverband der Industrie geht deshalb davon aus, dass die Nachfrage in den kommenden Monaten noch weiter zurückgehen wird. Sofern es nicht zu grösseren politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen komme, sei für die nächsten zwölf Monate «eine Stabilisierung auf tieferem Niveau das bestmögliche Szenario», lautet das pessimistische Fazit.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Diesen Auftragseinbruch stellen wir in unserer KMU Firma schon seit 2 Jahren schleichend fest. Damit hängen auch die kleinen Decolletage - Betriebe mit drin. Es ist eine Kettenreaktion. Da wir Schuldenfrei sind legen wir unsere AG still bis bessere Zeiten ins Land kommen. Der Franken und Brexit sind daran gar nicht Schuld, das Wachstum hat schlicht die Grenzen erreicht und es benötigt nun kühlen Kopf und sich auf bessere Zeiten zu rüsten. Kurzarbeit wurde uns gestrichen :-) nun zahlt der Staat.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Egal, was nun genau die Gründe sind. Ich fürchte, das wird eine grosse Anzahl Arbeitslose nach sich ziehen. Ich frage mich einfach, ob der Bund auch Szenarien für eine grosse Arbeitslosigkeit entworfen hat. Oder man dann einfach mal wieder "überrascht" ist, und was drauflos bastelt.
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    1. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Es werden in der Tat harte Zeiten anbrechen, gute Betriebe mit unersetzlichem Hardware-Wissen, werden schliessen müssen, wir werden vermehrt zum Fremdenverkehr - und Reichenwohnort - Land absteigen. Die Zugewanderten und schwachen Einheimischen werden keine Arbeit finden die der Steuerzahler dann auffangen muss. Der sinnlose gierige Wachstum hat bald sein Ende - das ist die einzige gute Nachricht.
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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Einmal mehr muss also der Schweizer Franken herhalten, um das Schwächeln der Maschinenindustrie zu erklären. Hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht immer wieder auch geheissen, die Exportindustrie habe dank grosser Anstrengungen (Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen) den Mindestkurs-Schock vom Januar 2015 überwunden? Hat die Nationalbank mit ihrer Interventionspolitik die Exportwirtschaft nicht mittlerweile mit Milliardenbeträgen 'subventioniert'?
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