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Flocken zum Frühstück Von Müesli bis Granola: Diese drei Haferrezepte sind gesund

Haferflocken sind von Natur aus faserreich und enthalten gesunde Fasertypen. Die sogenannten Beta-Glucane, die nachweislich auch die Herzgesundheit verbessern. Gesund heisst im Fall von Hafergerichten nicht, dass der Geschmack abstinent bleiben muss.

1. Porridge: beliebtes «Breakfast» von der Insel

Porridge, auch bekannt als «Oatmeal» oder Haferbrei ist ein schottischer Frühstücksklassiker, welcher auch hierzulande schon vielen Menschen ein fester Begriff ist. Ursprünglich brachten die Römer das Getreide auf die britische Insel als Futtermittel für ihre Pferde. Der saure Boden, der Regen und die Sonnenstunden in Schottland begünstigten das Wachstum dieser Getreidepflanze und «the rest is history». Mittlerweile setzt sich diese Geschichte des oft mit Schottland assoziierten Getreides auch auf unserem Speiseplan fort.

Die Milch macht den Porridge cremig und bindet die Stärke aus den Haferflocken, während das Wasser dafür sorgt, dass das Getreide nicht am Pfannenboden klebt.

Das Geheimrezept für gutes Porridge: Zeit. Keine Hektik und das Getreide langsam weichkochen, verbessern das Gericht ungemein und verhindert das Anbrennen. Und: Die Haferflocken vor dem Kochen auf niedriger Flamme etwas anrösten. Sobald die Öle aus dem Hafer austreten und ein leicht nussiger Duft in die Nase steigt, kann der eigentliche Kochprozess im Milchwasser beginnen.

Saisonal kann man die Früchtekomponente auch variieren und mit Äpfeln, Orangen oder andere Früchte als Topping für dieses Porridge verwenden.

2. Sesam-Granola: die knusprige Schwester des «Müesli»

Klassische «Müesli» werden eingekocht oder eingeweicht. Nicht so knuspriges Granola. Dieses wird im Ofen knusprig gebacken. Für das Aroma sorgen Gewürze wie Zimt, Kardamom, Vanille oder Orangenschalenabrieb.

Aber auch Nüsse oder Kerne, die ausserdem für einen zusätzlichen Knusper-Effekt sorgen, bereichern die Haferflocken. Für die nötige Balance und etwas Kontrast zum Honig oder Agavendicksaft hilft eine gute Prise Salz. Richtig knusprig wird das selbstgemachte Granola durch die Zugabe von steifem Eiweiss. Besonders geeignet ist Granola zudem für Morgenmuffel. Denn das Hafergericht lässt sich problemlos vorbereiten und ist richtig gelagert bis zu einem Monat geniessbar.

3. Birchermüesli: Ein Schweizer Traditionsgericht

Der Namensgeber des Kult-Frühstücks, der Zürcher Arzt Maximilian Bircher-Brenner, erkannt schon um 1900, dass ein Zusammenhang besteht, zwischen falscher Ernährung und Krankheit. Sein Credo: Rohkost ist für den menschlichen Organismus gesünder als gekochte Speisen. Das ursprünglich als Diätspeise konzipierte Gericht wurde früher mit Kondensmilch gesüsst.

Heutzutage findet sich oft auch Schlagrahm im Birchermüesli. Eine modernere Interpretation dieses Gerichts beruht auf dem Prinzip der «Overnight Oats». Man lässt also die Haferflocken über Nacht quellen, damit das Müesli noch verdaulicher und die Flocken noch saftiger werden.

Für mehr Biss und Struktur im Gericht lohnt es sich ausserdem, zwei verschiedene Arten von Haferflocken zu verwenden.

Radio SRF 1, 28.8.2025, 11.40 Uhr ; 

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