Die Tour de Suisse erfindet sich neu: Anfang Juni stellten die Organisatoren das neue Konzept des Schweizer Radsportevents vor. Statt der traditionellen acht Etappen gibt es nur noch fünf, die alle als kompakte Rundkurse mit identischem Start- und Zielort ausgetragen werden. Ausserdem finden die Rennen der Frauen am selben Ort und Tag wie die der Männer statt.
«Wir wollen vor allem ein grösseres Erlebnis für die Fans, die Partner und die Sportler schaffen», erklärt Gabriela Buchs, CEO der Cycling Unlimited AG, die das Rennen organisiert.
Topcracks machen an der Tour de Suisse mit
Gabriela Buchs ist seit über 20 Jahren in der Eventbranche aktiv und hat den neuen Rennmodus massgeblich mitentwickelt. Sie ist überzeugt, dass das kompaktere Format besser in die heutige Zeit passe: «Die Aufmerksamkeit der Menschen ist heute begrenzt, und das wollen wir aktiv mitgestalten.»
Das kürzere, intensivere Rennformat lockt – zumindest dieses Jahr – einige hochkarätige Radprofis an: Im Teilnehmerfeld der Männer stehen mit Tadej Pogacar (Slowenien), Primoz Roglic (Slowenien) und Tom Pidcock (Grossbritannien) drei grosse Namen des internationalen Radsports. «Ich glaube, das neue Konzept macht schon ‹gwundrig›», meint Buchs.
Rennen für die Frauen attraktiv
Auch für die Frauen sei das diesjährige Rennen attraktiv. Mit dem veränderten Modus geht die Tour de Suisse einen Schritt in Richtung Gleichstellung: «Die Frauen haben zum ersten Mal gleich viel Sendezeit wie die Männer.»
Entsprechend stark ist auch das Starterfeld der Frauen: Neben den Schweizerinnen Marlen Reusser und Elise Chabbey nehmen die Niederländerin Demi Vollering und die Belgierin Lotte Kopecky teil.
Am 17. Juni startet das Rennen im italienischen Sondrio und endet am 21. in Villars-sur-Ollon in den Waadtländer Alpen. Die Königsetappe mit rund 4400 Höhenmetern für die Männer und rund 3000 Höhenmeter für die Frauen hat es in sich.
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Bild 1 von 3. Letztes Jahr waren Start- und Zielort der Etappen unterschiedlich. Bildquelle: Buchli Fotografie.
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Bild 2 von 3. Beim diesjährigen Rennen befinden sich Start und Ziel der Etappen jeweils am selben Ort: Es werden immer Rundkurse gefahren. Bildquelle: TDS Imhof.
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Bild 3 von 3. Bisher dauerte die Tour acht Tage, neu sind es nur noch fünf. Bildquelle: TDS Imhof.
Gabriela Buchs ist optimistisch, dass der entwickelte Modus auch die Fans begeistern wird. Obwohl vielleicht auch ein wenig Wehmut da sei, ist sie sicher: «Vier Stunden Radsport ist einfach kompakter und ich glaube, das ist nicht nur ein Vorteil für den Sport, sondern auch für die Fans.»