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Brandschutz Feuerlöscher: Für den Heimgebrauch am besten ein Schaumlöscher

Auch wenn es freiwillig ist, lohnt es sich, für zuhause einen Handfeuerlöscher anzuschaffen. Das sollten Sie wissen.

Was macht man zuerst bei einem Brand? Unbedingt die Feuerwehr anrufen: Nummer 118. Erst dann kleinere Feuer zu löschen versuchen und kein Risiko eingehen. Lieber früher als später das Haus oder die Wohnung räumen.

Welche Hauptarten von Feuerlöschern gibt es? Es gibt Schaumfeuerlöscher, die einen Mix aus Wasser und Schaummitteln versprühen, Pulver-Feuerlöscher und CO2-Feuerlöscher.

Welcher eignet sich am besten für zuhause? Ein Schaumfeuerlöscher. Dies ist die Empfehlung von Brandschutz-Fachmann Peter Ehrenbogen. Er ist für eine grosse Brandschutzfachfirma tätig. Laut Ehrenbogen ist der Schaumfeuerlöscher am vielseitigsten einsetzbar. Und laut Benno Högger, Kommandant der Berufsfeuerwehr St. Gallen, hat er unter anderem auch den Vorteil, dass er die Brandstelle kühlt. Wichtig: Informieren Sie sich bei der Verkaufsstelle, welcher Feuerlöscher mit welcher Brandklasse – also für welche Art von Brand – für Ihre Wohnumgebung am besten geeignet ist. Es gibt keinen Universal-Feuerlöscher.

Und der Pulver- und CO2-Feuerlöscher? Ein Vorteil des Pulverfeuerlöschers: Er wiegt weniger als jener mit Flüssigkeit und eignet sich deshalb gut für unterwegs – etwa im Auto. Pulver entziehe dem Feuer sofort den Sauerstoff, sagt Feuerwehrkommandant Högger, aber: «Ein Nachteil ist, dass Pulver keinen Kühleffekt hat und sich das Feuer wieder entzünden kann.» Kohlendioxid (CO2) wird gemäss Högger vor allem verwendet, um Elektrobrände zu löschen. «Der Vorteil: Es hinterlässt keine Rückstände.» Aber die Handhabung sei heikel. Zum Beispiel in geschlossenen Räumen. Dort entzieht das Gas dem Raum den Sauerstoff. Es besteht Erstickungsgefahr.

Wie wende ich einen Feuerlöscher an? Das SRF-Konsumentenmagazin «Kassensturz» konnte es mit Benno Högger ausprobieren. Hier gibt's den Beitrag zum Nachschauen:

Wo kaufe ich einen Feuerlöscher? Da gibt es diverse Varianten. Gute Feuerlöscher inklusive entsprechender Beratung gibt es etwa bei Fachfirmen für Brandschutz-Technik. Die Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen (VKF) führt eine Liste mit Lieferanten von anerkannten und geprüften Handfeuerlöschern. Sie sind aber auch im Detailhandel, in Baumärkten und auf Online-Plattformen erhältlich. Achten Sie darauf, dass die Produkte geprüft sind und den Brandschutzvorschriften entsprechen. Einen Hinweis darauf geben unter anderem das VKF-Gütesiegel oder die Norm «SN EN 3». Finger weg von Billig-Geräten von ausländischen Plattformen.

Wie lange kann ich ihn benutzen? Wenn Feuerlöscher regelmässig geprüft und gewartet werden – also gemäss Herstellerangaben – dann sind sie viele Jahre lang benutzbar. Bei tragbaren Feuerlöschern beträgt die Gesamtnutzungsdauer gemäss Brandschutzfachmann Peter Ehrenbogen je nach Typ zehn bis zwanzig Jahre. Grössere, stationäre Feuerlöscher hätten bei fachgerechter Instandhaltung oft eine deutlich längere Lebensdauer.

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Wie entsorge ich ihn? Ein Feuerlöscher gehört wegen seines Inhalts in den Sonderabfall – er muss also bei einer Sonderabfallstelle abgegeben werden, wie es sie etwa bei grösseren Recycling-Höfen gibt. Brandschutz-Fachhändler nehmen ihn in der Regel auch entgegen und entsorgen ihn gesetzeskonform. Ebenso gewisse Geschäfte wie etwa die Baumärkte Obi oder Hornbach oder auch Digitec/Galaxus. Dort nehmen die vereinzelten physischen Läden der Onlineplattform die Geräte entgegen, heisst es auf Anfrage.

Espresso, 26.1.2026, 8.10 Uhr

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