«Kassensturz» hat zehn der meistverkauften Raclette-Tischgrills für vier Personen ins deutsche Prüflabor Applitest in Nürnberg geschickt. Die Preisunterschiede sind gross: Das günstigste Gerät im Test ist von der Marke Severin und kostet 25.70 Franken, das teuerste von der Marke Solis knapp 130 Franken.
Testsieger sind die Modelle von Koenig und Solis
Testsieger ex aequo sind die Modelle von Koenig und Solis mit Note 5,3. Der «Racletteofen 4 and more» von Koenig bekommt im Praxistest sehr gute Noten, er schmilzt den Käse gleichmässig und lässt sich einfach aus den Pfännchen abgiessen. Auch grillieren lässt es sich gut damit. Er kostet knapp 80 Franken. Der «Tischgrill 5 in 1» von Solis, eingekauft bei Fust für 129.95 Franken, schneidet bei der Temperaturverteilung noch besser ab, ist aber beim Handhabungskriterium Reinigung schlechter.
So haben die Raclette-Öfeli abgeschnitten
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Wer gerne ein Gerät mit Ausbaumöglichkeit möchte, ist mit dem Modell von Koenig gut beraten. Es lässt sich mit einem zweiten Gerät und einem Kabel zu einem Racletteofen für acht Personen erweitern. Knapp hinter Koenig und Solis folgt WMF «Lono Raclette 4» (78.90 Franken).
Erfreulich ist, dass sieben Geräte mit einer «guten» Gesamtnote abgeschnitten haben. Darunter ist auch das günstige Gerät von Trisa (49.90 Franken): Es konnte sowohl beim Praxistest mit Raclettekäse wie auch beim Praxistest der Grillplatte mit Fleisch und Zucchetti überzeugen.
Eigenmarke von Fust ist «ungenügend»
Den anderen günstigen Geräten reicht es hingegen nicht für eine «genügende» Gesamtnote. Das Modell der Fust-Eigenmarke Primotecq schneidet insbesondere wegen des Temperaturreglers «ungenügend» ab. Testleiter Ewald Weber erklärt: «Dieses Drehrad hat keine Markierungen, das heisst, man hat keine genaue Angabe der Einstellposition und weiss nicht, wo man sich befindet.» Fust überlegt sich nun, den Temperaturregler mit einer Markierung zu ergänzen.
Ebenfalls «ungenügend» ist das günstigste Modell des Tests, Severin Raclette 4 für 25.70 Franken. Der Aufbau ist ein Murks, und die Wärmeverteilung lässt zu wünschen übrig. Der Hersteller will die Kritikpunkte in die Produktentwicklung einfliessen lassen.
Schliesslich ist auch Nouvel «ungenügend». Es ist schlecht konstruiert und verarbeitet. Beim Praxistest mit dem Fleisch zeigte sich, dass es keine Grillstreifen gibt. «Dies liegt daran, dass die Grillplatte zu wenig heiss wird», erklärt Testleiter Ewald Weber. Nouvel will Modifikationen am Gerät vornehmen.
Grillplatten gehören nicht in die Geschirrspülmaschine
Ewald Weber empfiehlt, die Grillplatten von Hand zu waschen und nicht in der Geschirr-Spülmaschine: «Die Reinigungsmittel, die in der Spülmaschine verwendet werden, greifen die Oberfläche an und beschädigen im Laufe der Zeit die Beschichtung.»