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Was passiert eigentlich mit dem Katalysator, wenn das Auto entsorgt wird?
Aus Espresso vom 01.02.2021.
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«Espresso Aha!» Versteckte Schätze in alten Katalysatoren

Der Kern von Katalysatoren ist mit Edelmetallen beschichtet. Sie können den Wert der Abgasreiniger in die Höhe treiben.

«Was passiert eigentlich mit dem Katalysator, wenn das Auto entsorgt wird?», möchte ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» wissen. Er fragt sich auch, was mit all den Schadstoffen passiert, die dort gereinigt werden.

Edelmetalle auf dem Kat-Kern

Es gibt verschiedene Arten von Katalysatoren. Die Frage des Hörers bezieht sich auf Personenwagen, die mit bleifreiem Benzin unterwegs sind. Deren Kern, der sogenannte Monolith, ist mit den Edelmetallen Platin, Palladium oder Rhodium beschichtet.

Giftige Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid düsen über die Oberfläche des Katalysators und werden dort dank den Edelmetallen in schadstoffarme Abgase umgewandelt. Deshalb würden auch keine Schadstoffe auf oder im Katalysator zurückbleiben, erklärt Andreas Kaufmann, Chef einer Autoverwertungsfirma und Präsident der Vereinigung der Autosammelstellen der Schweiz (Vasso).

«Espresso Aha!»

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Höchstens ein paar Gramm

In einer solchen Sammelstelle wird das Auto für den Schredder vorbereitet. Schadstoffe wie Benzin oder Öl werden entfernt, sowie andere brauchbare Teile. Dazu zähle auch der Katalysator, so Kaufmann. Seine Firma sammelt die gebrauchten Katalysatoren und verkauft sie ab einer gewissen Menge innerhalb der Recycling-Branche weiter. Dort werden die Teile für eine der wenigen Raffinerien weltweit vorbereitet, welche die Edelmetalle wieder aus dem Monolith zurückgewinnen können.

Das sei ein aufwändiger Prozess, sagt der Autoverwerter, welcher sich für sein Unternehmen nicht lohnen würde. Dafür sei die Menge an Edelmetall pro Katalysator schlicht zu klein – höchstens ein paar Gramm.

Aktiver Graumarkt

Weil zurzeit die Edelmetalle generell, und Palladium im Speziellen auf dem Markt hoch im Kurs stehen, ist auch der Wert der Katalysatoren gestiegen – laut Branchenexperten um mehr als das Doppelte auf etwa 120 Franken im Schnitt pro Stück. Die Preisspanne ist aber gross und reicht von wenigen Franken pro Stück bis zu etwa 700 Franken.

Und das locke auch allerhand Händler an, die im Graumarkt unterwegs sind, weiss Andrea Kaufmann: «Ob alle diese Mitbewerber seriös sind, kann ich nicht sagen.»

Espresso, 01.02.2021, 08:13 Uhr

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