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Radio SRF1, 1.10.2015: Wissenswertes zur Grippeimpfung
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Gesundheitswesen Grippeimpfstoff – Manchmal passt er, manchmal weniger

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Grippeimpfung. Dafür im Vorfeld den richtigen Impfstoff zusammenzustellen, ist eine hochkomplexe Angelegenheit.

2014/2015 hat die Grippe in der Schweiz stärker gewütet als die Jahre zuvor – auch weil der Grippeimpfstoff nicht so gut gewirkt hat wie erhofft. Nur bei jedem Dritten hat die Impfung wirklich etwas gebracht, statt wie sonst bei mindestens jedem Zweiten.

«Letztes Jahr war die Zusammensetzung des Impfstoffs wirklich nicht optimal. Die Grippeviren sind sehr geschickt und verändern sich ständig», erklärt Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG). «Man muss andauernd beobachten, welcher Subtyp des Virus gerade kursiert. Darauf passt man dann den Impfstoff an. Aber es ist ein wenig wie in der Mode: Man trifft's nicht immer ganz genau.»

Da steht zu hoffen, dass dem diesjährigen Grippeimpfstoff mehr Erfolg beschieden ist. Denn von Mitte Oktober bis Mitte November ist wieder die Zeit für die alljährige Grippeimpfung.

Wie genau der Impfstoff diesmal zusammengesetzt ist, hat ein internationales Expertengremium mit der WHO für die Nordhalbkugel bereits im Februar entschieden. Für die Südhalbkugel ist dieser Prozess alle Jahre wieder zeitlich genau entgegengesetzt.

Vor allem die Jungen geschützt

Alle fünf bis zehn Jahre kommt es vor, dass die Experten in ihren Vorhersagen etwas daneben liegen, sagt Daniel Koch. Generell aber wirke der Grippeimpfstoff vor allem bei jungen, gesunden Erwachsenen gut – 80 Prozent sind nach der Spritze gewappnet gegen die Grippeviren.

Ältere Menschen, bei denen das Immunsystem nicht mehr so stark reagiert, sind weniger effektiv immunisiert. Deshalb empfehlen Ärzte die Impfung breitflächig, damit diese Personen durch ihr geimpftes Umfeld geschützt werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von B.Meier , Bern
    Probagande für etwas, das Wissenschaftlich nicht funidert und belegt ist (Impfwirkung). Respektive die diversen Studien zu den Inhaltsstoffen von Impfungen lassen einem die Haare zu Berge stehen; aber das interessiert ja niemanden. Geld regeirt die Welt! Und unser BAG, dass sich ja einfach an die Empfehlungen der WHO hält, nickt brav und winkt kritiklos die Entscheide durch.
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    1. Antwort von Thomas Halter , Luzern
      Die Impfwirkung ist 1. belegt und 2. wissenschaftlich fundiert. Mit "Probagande" hat das nichts zu tun, denn die Pharmakonzerne verdienen mit Impfungen relativ wenig, somit ist ihr Argument mit dem Geld auch nicht valide.
    2. Antwort von B.Meier , Bern
      @Haller: Ich gehe davon aus, dass sie die Studien aus Japan (2012,13,14) nicht kennen?! Wenn sie des Englischen mächtig sind können sie zumindest die Zusammenfassungen dieser Studien bereits online einsehen. Falls sie des Japanischen mächtig können sie z.T. bereits die ganzen Studien einsehen.. Auf welche Grundlage stellen sie ihren Punkt 1 und 2 ? Ihre Quellen interessieren mich.
  • Kommentar von Christine Angst , Wil/ZH
    Ach ja.... und vergesst nicht auf dem Pflegepersonal herumzuhacken, wegen dieser wichtigen Impfung! Den unerschrockenen Helfern, die für Euch da sind, sich all Euren Viren, Protozoen, Parasiten, Pilzen und Bakterien täglich aussetzen, mit 4 Wochen Ferien auskommen und dabei 3 Schichten abdecken. Lg
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  • Kommentar von Hans Vader , Luzern
    Junge, gesunde Erwachsene haben ein gutes funktionierendes Immunsystem und dieses schützt vor Erkrankung. Mit dem Alter nimmt dessen Schutz ab. Dass gerade die Impfung an diesem Faktum nichts ändert, lässt eine Wirkungslosigkeit vermuten.
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    1. Antwort von Thomas Halter , Luzern
      Junge und gesunde Erwachsene, die nicht im Gesundheitswesen arbeiten, müssen sich auch nicht impfen lassen, da haben Sie Recht. Im Alter ist die Grippeimpfung aber durchaus zu empfehlen, da für einen betagten Menschen eine Grippe lebensgefährlich sein kann.