Erste Hilfe Kurse für psychische Probleme

Wenn jemand psychische Probleme hat, weiss man häufig nicht, wie reagieren. Dagegen helfen Erste Hilfe Kurse für psychische Gesundheit. Wie im Nothelferkurs lernen die Teilnehmenden, was in solchen Fällen zu tun ist. Zentral ist die Frage, wie ein psychisches Problem angesprochen wird.

Zwei Frauen, die über ein Geländer schauen
Bildlegende: Auf einem Spaziergang kann man jemanden besonders gut fragen, wie es ihm geht. Man muss sich dabei nicht in die Augen schauen, das macht es leichter. Photo by kevin laminto on Unsplash

Das System bewährt sich seit über 20 Jahren in Australien. Dort sind mittlerweile 10 Prozent der Bevölkerung zu psychologischen Ersthelfern ausgebildet worden. «Wie spreche ich es an, wenn der Arbeitskollege vermutlich eine Depression hat?» Solche Frage werden mit Rollenspielen in den Erste Hilfe Kursen geübt.

Mehrmals nachfragen lohnt sich

Der Schlüssel liegt oft darin, dass man ein paar mal fragen muss:«Wie geht es dir?» Das sagt der Geschäftsführer der Pro Mente Sana, Roger Staub.

Im Gegensatz zum ABCD bzw. dem früheren GABI beim normalen Nothelferkurs gibt es auch bei den erste Hilfe Kursen für psychische Probleme ein Merkwort - ROGER:

  • Reagieren
  • Offen und unvoreingenommen zuhören und kommunizieren
  • Gib Infos und Unterstützung
  • Ermutige zu professioneller Hilfe
  • Ressourcen im Umfeld aktivieren

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Regula Zehnder