Gärten für Leuchtkäfer

Garten

Das Glühwürmchen ist von Pro Natura zum Tier des Jahres 2019 erwählt worden. Es lebt entlang von Waldrändern, aber auch in naturnah gestalteten Parks, Friedhöfen und grösseren Gärten.

Glühwürmchen leuchten im Wald.
Bildlegende: Glüchwürmchen – nur die Weibchen leuchten. Keystone

Das Glühwürmchen ist eigentlich ein Käfer - genau genommen heisst er Grosser Leuchtkäfer. Bis er sich zum ausgewachsenen Käfer entwickelt, braucht der Grosse Leuchtkäfer drei Jahre. In seiner Larvenzeit frisst er Wegschnecken und Häuschen-Schnecken. Im dritten Jahr verpuppt er sich und es schlüpfen fortpflanzungsfähige Käfer, wobei nur das Männchen fliegen kann. Im Juni und Juli leuchten die Weibchen um Männchen anzulocken. Nach der Paarung legen sie ihre Eier zum Beispiel unter feuchtem Altholz ab.

Im Garten braucht der Grosse Leuchtkäfer Lebensräume, in denen sich Schnecken wohlfühlen:

  • Hecken und Sträucher mit dazugehörenden einheimischen Waldstauden wie Geissbart und verschiedene Farne.
  • Grasstreifen, welche im Sommer nicht gemäht werden, entlang von Mauern, Gartenzäunen, Hecken oder Sträuchern.
  • Kompostplatz mit Holunder und einheimischen Stauden wie Brennnesseln, Beinwell und Mondviole.

Die Männchen des Grossen Leuchtkäfers meiden beleuchtete Standorte. Ab etwa 22:30 Uhr beginnen die Weibchen zu leuchten. Darum sollte man für mehr Dunkelheit im Garten sorgen – Licht abschalten!

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Silvia Meister