«Ärzte sagten, die Gebärmutter falle mir beim Sport raus»

Frauen mussten sich im Spitzensport ihren Platz erobern. Davon zeugt die Erinnerung der Spitzensportlerin Katharina von Salis. Die heute 80-Jährige, die einst Schweizermeisterin im Langlauf war, lacht ungläubig, wenn sie an die damaligen Aussagen der Ärzte zurückdenkt. 

Es befassen sich kaum Studien mit dem Frauenkörper im Spitzensport
Bildlegende: Isabel Derungs hat ihre Karriere unterbrochen und wurde Mutter. Keystone

Heute haben sich Frauen im Spitzensport ihren Platz erobert, sie kämpfen aber immer noch gegen Tabus. Zum Beispiel, wenn die Menstruation Einfluss auf die Leistungen hat. Der weibliche Körper verhält sich anders. Beim Training ist die Sportwelt aber vor allem auf den männlichen Körper ausgerichtet. 

Gerade drei Prozent der sportwissenschaftlichen Studien befassen sich mit dem Training, der Erholung und dem generellen Wohlbefinden von Athletinnen. Frauenspezifische Themen wie Menstruationszyklus oder Schwangerschaft werden noch viel zu wenig thematisiert und diskutiert.

Dabei ist das Wissen über diese Bereiche von zentraler Bedeutung, wenn das Training und die Leistungsfähigkeit einer Athletin optimiert werden soll.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger