Gesucht: Kaspar, Melchior und Balthasar

Zu Tausenden werden am 6. Januar landauf landab Könige gekrönt und goldene Kronen aufgesetzt. Der Brauch des Dreikönig-Kuchens ist allerdings bloss ein Krümel im Vergleich zur eigentlichen Bedeutung des Dreikönig-Tages. Der «Treffpunkt» macht sich auf die Spuren der drei Weisen.

Die heiligen drei Könige ziehen 2009 durch Stans, um der Bevölkerung singend ein gutes neues Jahr zu wünschen.
Bildlegende: Die heiligen drei Könige ziehen 2009 durch Stans, um der Bevölkerung singend ein gutes neues Jahr zu wünschen. Keystone

Den Dreikönigskuchen wie wir ihn heute am 6. Januar essen, gibt es erst seit den 1950er Jahren. Der Dreikönigstag selber geht auf ein heidnisches Fest lange vor Beginn der christlichen Zeitrechnung zurück.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar wurde der Geburtstag des Gottes Äon, Gott der Zeit und der Ewigkeit, gefeiert. Erstmals in Verbindung mit der Geburt Christi taucht der 6. Januar in Alexandrien auf - als Fest der Taufe Jesu.

Im «Treffpunkt» erklärt der Sprachwissenschaftler Martin Graf, wie die drei Weisen aus dem Morgenland zum Bestandteil der christlichen Weihnachtsgeschichte wurden. Und es gibt sie ja noch heute: die Kaspars, die Melchiors, die Balthasare - im «Treffpunkt» sollen Menschen über ihre Erfahrung mit dem besonderen Namen erzählen.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Fredy Gasser