Herrschaft der Alten?

Erstmals in der Geschichte der Menschheit leben auf der Welt mehr Menschen, die 65 Jahre alt und älter sind als Kinder unter 5 Jahren. Dies zeigen Zahlen der UNO. Und der Trend geht weiter. Dies hat Auswirkungen auf die Politik: Immer mehr bestimmen Ältere die Zukunft der Jungen. Ist das in Ordnung?

Zwei ältere Personen marschieren eine Treppe hoch in ein Abstimmungslokal. Vor der antiken Türe steht ein Schild, das eine Hand und die Aufschrift «heute Abstimmung» zeigt.
Bildlegende: Haben ältere Menschen die politische Zukunft in der Hand? Die Statistik sagt: Ja. Keystone

Nein, finden SRF1-Hörerinnen und -Hörer und haben uns ihre Vorschläge geschickt, wie man die Tendenz umkehren könnte. Zwei Beispiele: Stimm- und Wahlrecht ab Geburt oder doppeltes Stimmgewicht für Menschen unter 40. Wir diskutieren diese Ideen mit Politologe Claude Longchamp.

Wer meint, die Jungen hätten es selber in der Hand, der täuscht sich. Auch wenn alle Jugendlichen ab 18 Jahren stimmen würden, könnten sie die Älteren nicht überstimmen. Claude Longchamp rechnet vor: «Das Durchschnittsalter der Stimm- und Wahlberechtigten in der Schweiz ist 53. Anders gesagt: Die Menschen über 53 bestimmen in der Schweiz, denn sie bilden die Mehrheit.»

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Sandra Witmer