Warum das milde Wetter der Natur nicht schadet

Wie bitte, keine weissen Weihnachten? Da gefriert einigen auch bei verhältnismässig hohen Temperaturen das Blut in den Adern. Bäume treiben aus und Schlüsselblumen wachsen am Waldrand. Gemäss Experten ist das eigentlich kein Problem – wenn da diese Trockenheit nicht wäre.

Schneeglöckchen im Winter.
Bildlegende: Schneeglöckchen im Winter. Keystone

Erstens habe der Winter noch gar nicht richtig begonnen, sagt Felix Blumer von SRF Meteo. Zweitens habe es schon oft ein mildes Jahresende mit einem anschliessend schneereichen Januar und einem sehr kalten Februar gegeben.

Wassermangel beunruhigt die Experten

Die Sorge um die Pflanzen sei allerdings nicht unberechtigt. Der Berner Stadtgärtner Christoph Schärer sagt, dass nicht die Temperaturen das Problem sind, sondern der Wassermangel. Es fehlt nach dem heissen Sommer und warmen Herbst an Grundwasser. Dies wiederum hat Auswirkung auf Bäume und Pflanzen.

Deshalb wünscht sich Stadtgärtner Schärer zwei, drei Wochen lang Regen bei nicht zu hohen Temperaturen und anschliessend eine schöne Schneedecke. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht? Die Langzeitprognosen zeigen in eine andere Richtung.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Ladina Spiess