Januar, was war da alles los. Regime-Wechsel in Venezuela, Regime-Wechsel in Moutier, Fast-Regime-Wechsel im Iran, Regime-Wechsel im Bundespräsidium in Bern. Aber weiterhin kein Regime-Wechsel bei der Abfahrt in Kitzbühel. Odi National bleibt auf der Streif in der Opposition.
Blatter boykottiert die WM, du?
Apropos Sport: Sepp Blatter, der Joseph Ratzinger der Fifa, rät den Fussballfans, die WM in den USA im Sommer zu boykottieren. Sepp Blatter, der die Fifa-WM boykottiert – das ist so absurd, wie wenn Nemo den ESC boykottieren würde. Ähm. Moment. Egal.
Real hingegen obwohl es nach Fakenews und Hexenjagd klingt: Die ehemalige GLP-Politikerin Sanija Ameti wurde wegen Schüssen auf ein Bild von Maria und Jesuskind für schuldig gesprochen. Das Problematische war jedoch nicht der Schuss, sondern dass eine Kamera dabei war. Also ähnlich wie bei den letzten ICE-Einsätzen in Minnesota.
Milchpulver statt Hilfsgelder
Schlagzeilen machte auch die Landwirtschaft: Schweizer Kühe produzieren zu viel Milch! Was tun? Eine Idee der SVP: Milchpulver statt Hilfsgelder ins Ausland zu schicken, um Leben zu retten. Wow. Dass wir die Hilfe der Kinder in Afrika brauchen, damit die Schweizer Bauern nicht verhungern, das hatte wohl niemand auf dem Zettel für 2026.
«Ohne die USA wäre die Schweiz...»
Wenn wir schon bei grossen Tieren sind: das WEF, dieses Schulreisli für Politmagnaten, fand zum 56. Mal statt. Das diesjährige Motto: «A Spirit of Dialogue». Geht es noch inhaltsloser? Das könnte genauso gut das Motto der nächsten Streetparade sein. Oder die neue Single von DJ-Bobo. Oder der Titel des neuen Bondstreifens. Für dessen Hauptrollenbewerbung sich Macron mit fragwürdigem Sonnenbrillenauftritt schon mal in Szene setzte.
KKS flüchtet ins Migrosrestaurant
Speaking of inhaltslos: Donald Trump fantasierte von tödlichen Schlachtschiffen, unbeschreiblicher Macht und tollen Fernsehmomenten und lieferte damit die dadaistischste «Star Wars»-Zusammenfassung aller Zeiten: «Die Kriegsschiffe... Hundert Mal mächtiger als die riesigen, fantastischen Schiffe, die Sie vor langer Zeit gesehen haben. Man sieht sie noch am Fernsehen und sagt: ‹Wow, was für eine Macht.›»
Und er beleidigte nebenher noch unsere Prinzessin der freien Marktwirtschaft: Karin Keller-Sutter die Erste. Dies konnte Guy Parmelin, der Prächtige, nicht auf sich sitzen lassen und sprach mutig aus, was alle dachten: «Mr. President: Davos would not be Davos without you». Bravo!
Währenddessen flüchtete sich KKS in ihren Safespace, das Migrosrestaurant in Davos, um dem Blick zu gestehen: «Ich habe Pommes Frites einfach gern!» Womit immerhin ein passendes Motto für das nächste WEF gefunden wäre...