Komödiantisches und Tragisches reichen sich die Hand

«Humor» heisst das diesjährige Festival-Motto in Luzern: Das passt bei Mozart wunderbar, aber was ist lustig bei Anton Bruckner?

Kristian Bezuidenhout am Klavier
Bildlegende: Der südafrianische Pianist Kristian Bezuidenhout überrascht mit seinen Mozart-Interpretationen. Lucerne Festival/ Marco Borggreve

Monumental, stoisch in sich kreisend, erhaben und tragisch zugleich: So klingen Anton Bruckners Sinfonien. Denkt man bei Bruckner an Humor, weicht man wohl eher auf die Person aus, auf den kauzigen Komponisten mit seinen vielfältigen Ticks und ungewöhnlichen Vorlieben. Und vielleicht eben auch mit einem eigenen Humor? So liess sich Bruckner z.B. einmal in völliger Finsternis in den Kerker einer mittelalterlichen Burg einsperren und rief ein beherztes «Resurrexit!», als er wieder hervorkam, «Auferstanden von den Toten!»


Da macht es einem Mozart mit seinem Humor etwas einfacher. Zumal beim B-Dur Klavierkonzert, das fast wie eine instrumentale Musikkomödie daherkommt. Dieses Werk stellt der Pianist Kristian Bezuidenhout, einer der interessantesten Mozart-Spieler unserer Tage, im KKL Luzern vor.

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert B-Dur KV 456
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam
Daniel Harding, Leitung
Kristian Bezuidenhout, Klavier

Liveübertragung aus dem Konzertsaal des KKL, Luzern

Moderation: Andreas Müller-Crepon