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Spiele mit oder ohne Publikum: Bundesrat entscheidet am Mittwoch
Aus Tagesschau vom 11.08.2020.
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1000-Personen-Grenze im Fokus Am Mittwoch geht es um die Zukunft des Schweizer Profisports

Für die höchsten Ligen in Fussball und Eishockey steht viel auf dem Spiel, wenn der Bundesrat am Mittwoch über das Verbot für Grossanlässe diskutiert.

Der Schweizer Sport kämpft intensiv an allen Fronten für eine Lockerung des Verbots von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen, das im Frühling wegen der Covid-Pandemie beschlossen worden ist. Erwartet wird, dass sich der Bundesrat am Mittwoch dazu äussert.

Die Haltung des Schweizer Profisports ist eindeutig: Eine Verlängerung des Veranstaltungsverbots in der aktuellen Schärfe wäre verheerend. Etliche Profiklubs stünden vor dem Aus und zahlreiche weitere Veranstaltungen müssten in den kommenden Monaten verschoben werden.

Ausgefeilte Schutzkonzepte und öffentlichkeitswirksame Auftritte

Unter der Führung von Swiss Olympic wurde versucht, die Kräfte zu bündeln. Dies gelang zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Die höchsten Fussball- und Eishockey-Ligen präsentierten ausgefeilte Schutzkonzepte und traten öffentlichkeitswirksam auf.

Veranstalter wie das OK der Strassen-Rad-WM im Wallis (20. bis 27 September) verkündeten, ohne Lockerungen könnten ihre Anlässe nicht durchgeführt werden.

Claudius Schäfer, der CEO der Swiss Football League, und Denis Vaucher, Direktor der National League (Eishockey), betonten im Gespräch mit Keystone-SDA, dass ihre Ligen dringendst wieder auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind.

Schäfer erachtet es schon als Riesenerfolg, dass nach 6 Monaten (fast) ohne Einnahmen noch kein Klub zahlungsunfähig ist. Auch Vaucher betont: «Ohne Zuschauereinnahmen geht den Klubs eher früher als später das Geld aus.»

Die Schutzkonzepte der Ligen sehen vor, dass sowohl im Fussball wie im Eishockey die Fans in der neuen Saison, die Mitte September starten soll, nur mit Schutzmaske und personalisierten Sitzplatz-Tickets ins Stadion dürfen. Schon diese Vorstellung graust vielen. Aber beide Ligen pochen darauf, dass «mindestens 50 Prozent der Stadionkapazität» genutzt werden können.

Die Zuversicht, dass der Bund auch der Event-Branche und dem Profisport Lockerungen zugesteht, ist gross, «denn was für andere gilt», so Claudius Schäfer, «sollte doch auch für den professionellen Sport gelten.»

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Archiv: Ab wie vielen Zuschauern lohnen sich Eishockey-Spiele?
Aus sportpanorama vom 09.08.2020.
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SRF zwei, sportpanorama, 09.08.2020, 19:00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Beetschen  (Muttenz)
    Die 1000-Personen Grenze dürfte heute wohl fallen. In grossen Stadien dürfte 30-50% Auslastung machbar sein. Die Frage ist wie sich die epidemiologische Lage im Winter verändert. Die Sportligen müssen jetzt ein klares Konzept vorweisen, was passiert wenn irgendein Szenario eintritt und noch wichtiger es braucht ein gutes Schutzkonzept (zeitlich gestaffelter Ein- und Austritt, mehrere Ein- und Ausgänge, nur Sitzplätze etc.). Die grösste Gefahr für Ansteckungen wird wohl die Anreise mit ÖV sein.
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  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Ein ganz klares NEIN zu einer Aufhebung der 1000-Personen-Beschränkung. Covid ist immer noch hier, die Zahlen steigen überall wieder an und zu viele Menschen verhalten sich verantwortungslos.
    Im Profibereich sind ausnahmslos alle Fussballer überbezahlt (teilweise auch Eishockey). Diese inakzeptablen Saläre runterzuschrauben müsste überall die erste Massnahme für Proficlubs sein - aber das will man ja nicht. Darum werden auch Hilfen abgelehnt. SFV und Clubs sind offensichtlich nicht lernfähig.
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    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Doch dass sind sie und sie werden sehen was der Br heute macht.. Wir müssen Schritt für Schritt wieder in die Normalität zurück, dazu gehören Sportevents. Mir müssen lernen mit dem Virus zu leben und schauen was wir tun können um uns zu schützen! So kann es nicht weiter gehen, sonst wird alles den Bach runter gehen..
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    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Die Behauptung dass "alle Fussballer im Profibereich überbezahlt" sind, ist nachweislich falsch. Sie haben aber insofern recht, dass in der Spitze der Gehaltslisten enormes Sparpotenzial liegen würde. Es ist aber davon aus zu gehen, dass die betroffenen Spieler bzw. deren Berater auf die Verträge pochen werden. Solidarität sieht anders aus... ;-))
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    3. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      Herr Wagner, ich denke das Thema "inakzeptable Saläre der Sportler" ist einfach populistisches Getue all derjenigen, welche verbittert etwas versuchen zu verteidigen, was über kurz oder lang wieder stattfinden wird!
      Schauen Sie doch mal wie sich die Schweizer in den Sommerferien an den Seen und anderen beliebten Orten verhalten. Da werden Grossveranstaltungen das kleinste Problem sein, zumal die Leute, welche diese besuchen sensibilisiert sein werden.
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    4. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      @waeber: manchmal braucht es eine klare Aussage ;-) obwohl, wenn sie Aufwand und Leistung der Athleten mit anderen Sportarten vergleichen, dann stimmt die Aussage ziemlich gut.
      @salonen: weder populistisch noch verbittert. Bin grosser Sportfan.
      Wenn die Clubs eine ausgeglichene Rechnung wollen, dann versuchen sie immer nur an der Einnahmenschraube zu drehen - die Kostenseite mit den teils horrenden Salären wird total ignoriert. Da will offensichtlich keiner was machen. So gehts nicht.
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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Ich verstehe nicht warum alle ums geld reden der Bundesrat hat aus meiner sicht schon sehr viel geld gesprochen und das sollte reichen. Jede kleine Firma kam auch nicht zum Bundesrat gehen um neue Unterstützung zu bekommen. Auch wenn es beim Profisport um Arbeitsplätze geht sollte das was vom Bundesrat entschieden wurde reichen.
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    1. Antwort von Christoph Wyss  (Whitee)
      Sie glauben also ernsthaft dass alle Geld bekommen haben, die es auch nötig hätten? Sorry das ist einfach nur naiv!
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    2. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      @ Christoph wyss nein es haben nicht alle Geld bekommen das weiss ich auch, aber eine Swiss z. B. Hat zusätzliches Geld erhalten. Aber zum Beispiel Inhaber oder Teil Inhaber haben nur bis ende Mai Kurzarbeit Entschädigung erhalten und dann nicht mehr. Ob schon vielleicht das Geschäft noch nicht so läuft wie vorher. Das meine ich.
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    3. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      @Ellenberger: Das gehört jetzt vielleicht nicht in den Sportteil, aber die Auswirkungen des "es haben eigentlich alle genug Geld bekommen" werden wir spätestens zu Weihnachten um die Ohren geflogen bekommen! Spätestens dann wird wohl für ganz viele Betriebe Lichterlöschen sein, nicht weil das Geschäft nicht so läuft wie vorher, sondern weil der Umsatz teilweise um 80-90% zurück ging! Zu diesen Betrieben werden auch diverse Sportvereine im Leistungs- wie im Breitensport zählen.
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