- Der HC Davos schlägt den EV Zug im Spiel 5 des Playoff-Viertelfinals mit 4:1 und zieht in den Halbfinal ein.
- Vor Heimpublikum treffen Matej Stransky (22.), Tino Kessler (39.) und Adam Tambellini (48./59.)
- Die Rapperswil-Jona Lakers legen gegen Freiburg wieder vor.
Der HC Davos hat die erste Hürde auf der «Mission 32» übersprungen. Die Bündner gewannen Spiel 5 des Playoff-Viertelfinals gegen Zug verdient mit 3:1 und entschieden die Serie damit mit 4:1 für sich. Auf wen der HCD im Halbfinal trifft, ist noch offen.
Den 4. Sieg im 5. Aufeinandertreffen verdiente sich Davos vor allem dank einer überragenden Leistung im Mitteldrittel, das Topskorer Matej Stransky perfekt lancierte. In für ihn typischer Manier hämmerte der Stürmer den Puck in der 22. Minute in Überzahl zum 1:1-Ausgleich ins Netz.
Das Tor war der Auftakt eines Davoser Sturmlaufs. Bis kurz vor Drittelsende schien der EVZ das Unentschieden in die 2. Pause retten zu können. Bis Tino Kessler zum Solo ansetzte, zuerst einen Zuger Verteidiger und dann auch Leonardo Genoni aussteigen liess (39.).
Coach's Challenge ohne Erfolg
Weil Stransky Genoni an der Grenze des Torraums behindert hatte, nahm Benoît Groulx die Coach's Challenge. Die Schiedsrichter liessen den strittigen Entscheid auf dem Eis aber stehen. Die daraus resultierende Unterzahl überstand Zug unbeschadet. Auch angesichts des Schussverhältnisses im 2. Drittel (1:14) kam Zug mit einem blauen Auge davon.
Der EVZ vermochte sich im Schlussdrittel zwar wieder zu steigern, doch Davos liess sich die Führung nicht mehr nehmen. Nach dem 3:1 von Adam Tambellini (48.) sanken die Chancen auf eine Zentralschweizer Wende auf ein Minimum, zu souverän agierte der Qualifikationssieger.
Gegner noch offen
Dass Daniel Vozenilek in seinem letzten Spiel für den EVZ wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber den Schiedsrichtern in die Kabine wanderte (56.), half den Gästen auch nicht wirklich. In der 59. Minute machte Tambellini mit seinem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf.
Im ersten Drittel hatten die Zuger den Schwung vom 5:2-Heimsieg zwei Tage zuvor mitgenommen. Sie traten sehr diszipliniert auf und hatten die Davoser weitgehend im Griff. In der 17. Minute traf Sven Senteler mit einem Ablenker in Überzahl zum 1:0. Dem EVZ fehlte es aber einmal mehr in dieser Saison an der nötigen Konstanz, und sie konnten das hohe Niveau nicht halten.
Davos steht derweil wie schon im Vorjahr im Playoff-Halbfinal. Die ZSC Lions, Lausanne oder die Lakers kommen als Gegner noch in Frage.