- Zug schlägt Davos im 4. Viertelfinalspiel zu Hause mit 5:2 und verkürzt in der Serie auf 1:3.
- Als wegweisend erweist sich im Schlussdrittel eine unnötige Strafe von Brendan Lemieux.
- Im anderen Spiel am Donnerstag gleicht Gottéron die Serie gegen die Lakers auf 2:2 aus.
Es war eine unnötige Strafe, die sich Brendan Lemieux in der 47. Minute leistete. Und sie entpuppte sich als sehr kostspielig. Der Amerikaner war bei einem Wechsel in der Nähe der Spielerbank für eine Behinderung sanktioniert worden. Die Strafe kam für Davos zur Unzeit. Denn die Gäste hatten im Mitteldrittel aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht und waren auch im 3. Drittel am Drücker.
So aber kam der EVZ unverhofft zu einem Powerplay – und vermochte dieses auszunutzen. Sven Senteler wurde im Slot von Lukas Bengtsson abgeschossen und HCD-Verteidiger Michael Fora beförderte die Scheibe unglücklich über die Linie (47.).
Das 4:2 sollte die Vorentscheidung sein. In der 50. Minute machte Andreas Wingerli den Deckel auf diese Partie. Der Assist ging erneut an Bengtsson. Sein Schuss war von der Bande zurückgeprallt – Wingerli stand goldrichtig.
Wingerli trifft nach 33 Sekunden
Der Zuger Sieg – der erste nach saisonübergreifend elf Playoff-Niederlagen de suite – geht aufgrund des Startdrittels in Ordnung. Ähnlich wie der HCD in Spiel 3 waren die Zentralschweizer perfekt in die Partie gestartet. Nach bloss 33 Sekunden sorgte Wingerli mit dem schnellsten Treffer in den bisherigen Playoffs für das Zuger 1:0.
In der 10. Minute legte Tomas Tatar nach. Sein Tor fiel mit dem gefühlt 6. Nachschuss in einem grossen «Gestocher» vor dem Gehäuse von Sandro Aeschlimann. Vier Minuten später erhöhte Grégory Hofmann auf 3:0. Zug dominierte die ersten 20 Minuten klar (14:5 Schüsse).
Verkehrte Welt dann im mittleren Abschnitt. Der EVZ zog sich zurück und liess Davos gewähren. Dies rächte sich. Matej Stransky (26.) und Simon Ryfors im Powerplay (35.) verkürzten und sorgten damit für ein spannendes Schlussdrittel. Dieses stand auf Messers Schneide – bis Lemieux auf die Strafbank wanderte.
Damit geht die Serie zurück nach Davos, wo am Samstag Spiel 5 auf dem Programm steht.