- Servette gleicht die Playoff-Halbfinal-Serie gegen Fribourg-Gottéron dank einem 7:3-Heimsieg zum 1:1 aus.
- Die Genfer führen nach 2 Dritteln zwar mit 4:0, müssen am Ende aber nochmals gewaltig zittern.
- Im anderen Halbfinal gelingt den ZSC Lions dank einem 3:1-Heimsieg gegen Davos ebenfalls der Ausgleich.
Scheinbar aussichtslos lag Fribourg-Gottéron in Genf nach 40 Minuten mit 0:4 zurück. Mit seinem satten Handgelenkschuss zum 1:4 in der 46. Minute verlieh Captain Julien Sprunger seinem Team allerdings nochmals Schwung.
3 Minuten später fand dann auch die Powerplay-Misere der Freiburger ihr Ende. Im 37. Überzahl-Spiel in diesen Playoffs klappte es für Gottéron endlich mit dem 1. Tor. Christoph Bertschy verkürzte mit einem Slapshot von der linken Seite auf 2:4. Und spätestens in der 52. Minute, als Servette-Verteidiger Roger Karrer einen Querpass von Bertschy unglücklich ins eigene Tor lenkte, war die Spannung wieder da.
Pfosten bewahrt Servette vor dem Ausgleich
Plötzlich drückten die Saanestädter auf den 10 Minuten zuvor kaum mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Stéphane Charlin stand im Genfer Boxplay unter Dauerbeschuss und hatte Glück, als der Pfosten bei Bertschys nächstem Abschluss für ihn rettete. In der 56. Minute erlöste Matthew Verboon das Publikum in der Arena Les Vernets dann aber mit dem 5:3.
Auf dieses fanden die «Drachen» keine Antwort mehr. Im Gegenteil: Jan Rutta und Vincent Praplan stellten mit 2 Empty-Nettern gar noch auf 7:3 und den 1:1-Ausgleich in der Serie sicher.
Berra mit unglücklichem Abend
Zu Beginn der Partie hatte das Heimteam bereits ein Ausrufezeichen gesetzt. In der 3. Minute nutzte Vili Saarijärvi das erste Powerplay der Partie bereits nach 4 Sekunden mit einem Knaller unter die Latte aus.
Im Mitteldrittel stand dann Reto Berra ungewollt mehrfach im Zentrum des Geschehens. Der Goalie, der in diesen Playoffs schon gezaubert und seinem Team dabei zum hart erkämpften 4:3-Erfolg in der Viertelfinal-Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers verholfen hatte, gab am Ostermontag eine unglückliche Figur ab.
Im 2. Abschnitt musste der 39-Jährige innert 10 Minuten gleich 3 Mal hinter sich greifen und wurde dabei stets zwischen den Beinen erwischt:
- 24. Minute: Die Freiburger gewinnen ein Bully in der eigenen Zone vermeintlich, doch der Genfer Verboon reagiert am schnellsten und legt die Scheibe auf Giancarlo Chanton zurück. Der 23-Jährige schliesst umgehend ab und erwischt Berra zwischen den Schonern zum 2:0 für Servette.
- 27. Minute: Die Gäste sind um eine Reaktion bemüht und drücken auf den Anschlusstreffer, doch erneut treffen die «Grenat». Nach einem Puckverlust von Yannick Rathgeb, der dabei einen Ellbogencheck gegen sich moniert, schalten die Genfer blitzschnell um. Jimmy Vesey vollendet mit der Backhand gekonnt unter Berra hindurch zum 3:0.
- 34. Minute: Erneut schlägt das Team von Ville Peltonen nach einem schnellen Gegenstoss zu. Tim Bozon trifft abermals zwischen den Schonern von Berra hindurch zum 4:0.
Freiburg-Trainer Roger Rönnberg hatte genug gesehen und ersetzte den Keeper durch Loic Galley. Es war der Weckruf für die Freiburger Aufholjagd, deren Krönung am Ende aber knapp verwehrt blieb – nicht zuletzt, da auch Galley beim 3:5 zwischen den Schonern erwischt wurde.
So geht's weiter
Für die Spieler bleibt es in den Halbfinal-Serien beim 2-Tage-Rhythmus. Am Mittwoch steht in Freiburg Spiel 3 auf dem Programm. Am Freitag folgt das 4. Duell – dann wieder in der Calvinstadt.