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Alles lief wie am Schnürchen Plötzlich hängt die Gottéron-Saison am seidenen Faden

Mit 100 Punkten imponierte Gottéron in der Regular Season. Doch zur Unzeit häufen sich in Freiburg die Widerstände.

In der Saanestadt lief lange alles wie am Schnürchen. Ohne grössere Baissen und stattdessen mit eindrücklicher Konstanz flog Fribourg-Gottéron in der National League fast schon durch die Qualifikation.

Aus den letzten 15 Partien in der Regular Season resultierten für das Team von Coach Roger Rönnberg nicht weniger als 13 Siege. Nach Abschluss der Quali standen bei Freiburg 100 Punkte zu Buche – mehr Zähler holten die «Drachen» noch nie.

Als Zweiter nach der Qualifikation brachte sich Gottéron in eine vorzügliche Ausgangslage für die heisse Phase der Meisterschaft, die Playoffs. Doch eine Welle unvorhersehbarer Ereignisse brachte das so stabil scheinende Konstrukt in Freiburg ins Wanken. Plötzlich ist Gottéron nur noch zwei Niederlagen vom Saisonende entfernt.

Die Spieler von Fribourg-Gottéron.
Legende: Sind gefordert Die Spieler von Fribourg-Gottéron. Freshfocus/Thomas Oswald

1. Brodelnde Gerüchteküche

Mit Lucas Wallmark weiss Gottéron seit der Saison 2023/24 einen der verlässlichsten ausländischen Center auf Schweizer Eis in den eigenen Reihen. Das aktuelle Arbeitspapier des Schweden ist noch bis im Sommer 2027 gültig. In den letzten Tagen und Wochen häuften sich jedoch die Gerüchte, wonach Wallmark die Freiburger in Richtung Lausanne verlassen könnte – trotz laufendem Vertrag. Auch andere National-League-Klubs seien am 30-Jährigen interessiert, wie in verschiedenen Medien zu vernehmen war.

Lucas Wallmark.
Legende: Unruhe um seine Person Lucas Wallmarks unmittelbare Zukunft gibt zu reden. Freshfocus/Claudio De Capitani

Offenbar soll es um die Beziehung von Wallmark mit Trainer Rönnberg nicht zum Besten stehen. Fakt ist: Die Wechselgerüchte kamen zur Unzeit und sorgten bis in die Gottéron-Kabine für Unruhen. «Jeder hat davon gehört, wir werden auch abseits des Eises darauf angesprochen. Ehrlich gesagt, ich weiss nicht, was los ist, ich weiss nicht, was mit ihm passieren wird», sagte etwa Captain Julien Sprunger gegenüber La Liberté.

2. Gewichtige Ausfälle

Eine Woche vor dem Playoff-Start erreichte Freiburg eine Hiobsbotschaft. Sandro Schmid, der beste Schweizer Skorer und der zweitbeste Punktesammler überhaupt bei Gottéron (10 Tore/28 Assists), musste für die Playoffs Forfait erklären. Zusätzlich bitter: Die schwere Knieverletzung zog sich Schmid im bedeutungslosen letzten Quali-Spiel gegen Bern zu.

Schmid ist nicht der einzige gewichtige Ausfall, den Freiburg kompensieren muss. Marcus Sörensen, wohl der wichtigste Importspieler für die Offensive, fehlt den Saanestädtern bereits seit Anfang Januar. Gottéron hofft, dass der schwedische Flügel im Verlauf der Playoffs zurückkehrt. Mit Attilio Biasca fiel in Spiel 1 der Viertelfinal-Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers auch noch ein dritter torgefährlicher Stürmer verletzt aus.

3. Mangelnde Effizienz ... und Nyffeler

Einzig das alles überstrahlende Davos (191) erzielte in der Regular Season mehr Tore als Freiburg (172). Ausgerechnet in den Playoffs kommt die Offensiv-Produktion bei Gottéron aber ins Stocken. In den ersten beiden Partien gelangen dem Rönnberg-Team nur drei Treffer, dies bei insgesamt 66 Schüssen auf das gegnerische Tor.

SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler.
Legende: Aktuell eine Bank SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler. Keystone/Gian Ehrenzeller

Einerseits muss sich Freiburg sicherlich die mangelnde Effizienz ankreiden lassen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich Lakers-Goalie Melvin Nyffeler seit dem Play-In-Duell mit Bern in einer richtig guten Verfassung befindet und seine Mannschaft trägt. Eine Mannschaft, welche aufopferungsvoll kämpft und den Freiburgern auch in den kommenden Spielen nichts zu schenken gedenkt.

National League

SRF zwei, Sportflash, 23.03.2026, 01:15 Uhr ; 

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