Als Attilio Biasca auf diese Saison hin bei Fribourg-Gottéron unterschrieb, war man beim EVZ nicht begeistert. Es ist kein Geheimnis, dass die Zuger ihr Eigengewächs gerne weiter und vor allem langfristig an sich gebunden hätten. Der Stürmer aber entschied sich für eine Luftveränderung.
Letztendlich sei es ein Bauchgefühl gewesen, hatte Biasca damals zu den Beweggründen für seinen Wechsel gesagt. Ein Bauchgefühl, dass ihn nicht getäuscht hat. Biasca gehörte in der Qualifikation zu den torgefährlichsten Stürmern. 15 Tore und 12 Assists kamen in seiner Premierensaison für die «Drachen» zusammen.
«BBB-Linie» harmoniert gut
Die erste Linie mit Christoph Bertschy, Henrik Borgström und Biasca hat auch zum Auftakt der Halbfinalserie gegen Genf wieder für den Unterschied gesorgt. «Wir sind läuferisch sehr stark und nutzen das. Für den Gegner ist es mühsam gegen uns zu spielen», sagte Biasca nach dem 3:1-Sieg am Samstagabend. «Sie sind beide mega gut mit dem Puck, das gibt mir das Selbstvertrauen, etwas zu kreieren.»
So richtig lanciert hatte der Stürmer seine Karriere vor 5 Jahren in der kanadischen Junioren-Liga bei den Halifax Mooseheads. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz lief es ihm in seiner ersten National-League-Saison mit dem EVZ mit 10 Toren prächtig. Die Erwartungen, aber auch die Hoffnungen in ihn, wurden nicht kleiner.
Die Unterschrift bei Gottéron war nicht nur für die Zuger Verantwortlichen ein herber Dämpfer, auch der Motor des Powerstürmers geriet daraufhin ins Stocken. In Zug geriet er gemessen an der Spielzeit etwas aufs Abstellgleis, am Ende kam er auf fünf Saisontore.
In Freiburg kommen die Fähigkeiten von Biasca nun wieder voll zum Tragen. Die Viertelfinal-Spiele 2 bis 7 hat er aufgrund einer Verletzung zwar verpasst, seither gelang ihm aber in zwei Spielen in Folge ein Treffer.