- Fribourg-Gottéron lanciert die Playoff-Halbfinalserie gegen Genf-Servette mit einem 3:1-Heimsieg.
- Genf geht dank Jesse Puljujärvi in Führung. Attilio Biasca, Christoph Bertschy und Nathan Marchon drehen die Partie aber.
- Im anderen Halbfinal legt Quali-Sieger Davos gegen die ZSC Lions vor (4:2).
Sowohl Fribourg-Gottéron als auch Genf-Servette hatten im Playoff-Viertelfinal über die volle Distanz gehen müssen. Den Freiburgern stand allerdings ein Tag mehr zur Erholung zur Verfügung. Zum Auftakt der Halbfinalserie wirkten sie tatsächlich etwas frischer. Der 3:1-Sieg vor heimischem Publikum war angesichts des Schussverhältnisses von 34:21 sicher nicht gestohlen.
Bertschy elegant, Marchon ins leere Tor
Dennoch war die Partie umstritten. Das Zünglein an der Waage spielte am Ende Christoph Bertschy, der mit zwei Skorerpunkten glänzte. Er war es, dem in der 49. Minute das Game-Winning-Goal gelang. Er erhielt dabei grosszügige Unterstützung von Genfs Roger Karrer, der den Puck als letzter Mann an der blauen Linie nicht kontrollieren konnte. Bertschy zog allein auf Stéphane Charlin los und blieb kaltblütig: Mit einer Finte tanzte er den Goalie aus und vollendete zum 2:1.
Mit dem Messer am Hals setzte Servette-Trainer Ville Peltonen schon früh auf die Karte Risiko und einen sechsten Feldspieler. Das rächte sich: Nathan Marchon machte mit dem Empty-Netter zum 3:1 alles klar. Bitter aus Genfer Sicht: Im Schlussdrittel waren die Gäste eigentlich entschlossener aus der Kabine gekommen. Zwei Überzahlsituationen liessen sie aber ungenutzt.
Biasca stellt Wert erneut unter Beweis
So richtig lanciert worden war die Partie im Mitteldrittel. Entgegen dem Spielverlauf brachte Jesse Puljujärvi die Gäste in der 22. Minute in Führung. Die Freiburger brachten die Scheibe nicht raus. Über Markus Granlund kam das Spielgerät zu Vili Saarijärvi. Dessen Schuss konnte Reto Berra nur abprallen lassen. Puljujärvi war zur Stelle und markierte seinen bereits 5. Playoff-Treffer.
Die Reaktion der im Stolz verletzten Freiburger liess nicht lange auf sich warten. Auch bei den Saanestädtern schlug die Paradelinie zu: Bertschy versuchte sein Glück von der blauen Linie, Attilio Biasca erwischte Charlin nach dem Rebound zwischen den Beinen. Für Biasca war es im zweiten Spiel nach überstandener Verletzung das zweite Tor.
Die Serie findet bereits am Ostermontag ihre Fortsetzung. Dann geht Spiel 2 in Genf über die Bühne.