Wenn Yannik Boppart am Mittwochmorgen wie vorgesehen erst bei Freiburgs U21 und anschliessend im Rahmen seiner KV-Ausbildung im SBB-Büro vorbeischaut, hat er einiges zu erzählen. Schliesslich hat er, der erst am 12. Dezember seinen 19. Geburtstag feierte, nicht weniger als ein Eishockeymärchen geschrieben.
Das Debüt in der National League. Dabei gleich sein erstes Tor fürs Fanionteam von Fribourg-Gottéron – in seinem allerersten Shift. Nicht wenige mussten in diesem Moment auf dem Matchblatt nachlesen, wer diese Nummer 45 überhaupt ist. Als wäre das nicht genug, entschied Boppart auch noch die Partie gegen Langnau zugunsten der «Drachen». Im Penaltyschiessen war er der einzige Schütze, der seinen Versuch verwertete.
Kurze Zeit später durfte sich der Matchwinner in der zum 85. Mal in Serie mit 9300 Fans ausverkauften Arena von den Anhängern feiern lassen, das Heimpublikum zur La-Ola-Welle anstiften. Im anschliessenden Interview bei SRF gab Boppart zu Protokoll: «Ich muss es selber erst noch realisieren, unglaublich!»
Ein Emmentaler schiesst die Emmentaler ab
Das Stürmertalent habe im Vorfeld gewusst, dass ein Einsatz im Raum stand – denn die Verletztenliste bei Freiburg ist lang. Gewissheit hatte Boppart dann um 17 Uhr. Der frühere SCB-Junior agiert erst seit dieser Saison in der obersten Juniorenliga. Nun rückte er ausgerechnet gegen Langnau in den Fokus; Boppart ist selbst Emmentaler, stammt aus Burgdorf.
Dieser Abend werde ihm wohl den Rest seines Lebens «ein Lächeln ins Gesicht» zaubern, so Boppart. Natürlich hofft er aber, dass er in der National League «nicht zum letzten Mal» zum Torjubel ansetzen durfte.
Auch wenn sein Trikot gegen Langnau noch keinen Namen über der Nummer 45 trug: Einen Namen hat sich Boppart in Freiburg bereits gemacht.