Zum Inhalt springen

Header

Video
Das Fernduell zwischen Bern und Lugano in der letzten Quali-Runde
Aus Sport-Clip vom 29.02.2020.
abspielen
Inhalt

Nach Verpassen der Playoffs Die Presse lässt kein gutes Haar am SCB

Ein überaltertes Kader, mangelnde Leidenschaft und ein Trainer-Wirrwarr – die Presse ordnet das SCB-Scheitern ein.

Seit Samstagabend ist definitiv, was dem SCB bereits seit Wochen drohte. Der amtierende Meister verpasst die Playoffs. Für die Berner ein Déjà-vu – selbiges ist ihnen bereits 2014 passiert. Wo liegen die Gründe für dieses Scheitern?

Die Erklärungsansätze in der Schweizer Sonntagspresse sind mannigfaltig.

  • Die Sonntagszeitung sucht die Fehler bei der Klubspitze sowie der sportlichen Führung. Sie hätten «in wesentlichen Punkten mutlos agiert.» Einer der Vorwürfe: Man habe den Umstand verkannt, wonach das Team «auf oder über dem Zenit war.»
  • Der Blick kritisiert unter anderem die Trainerpolitik. Erst im Oktober hätte man mit Kari Jalonen verlängert, drei Monate später wurde dieser freigestellt. «Jalonens Rauswurf war Aktionismus in Reinkultur», urteilt die Zeitung.
  • Die Spieler in die Pflicht nahm die NZZ. Es habe oft an der nötigen Leidenschaft gefehlt. Ausserdem habe das Team die Defizite nicht mehr mit Routine kaschieren können. Auch die Abgänge von Gaëtan Haas und Leonardo Genoni wogen zu schwer.
  • Gar fatalistisch titelte die Berner Zeitung nach dem Scheitern. «Dem SC Bern war nicht zu helfen», heisst es dort. Intensität und Überzeugung hätten gefehlt, was zu einem kleinen Teil auch der Nicht-Ambiance vor leeren Rängen geschuldet gewesen sei.

Weitestgehend Konsens herrscht darüber, dass das aktuelle SCB-Kader schlicht überaltert war. Man habe es verpasst, das Team rechtzeitig zu verjüngen. Der Druck auf Sportchef Alex Chatelain wird nun kaum kleiner werden.

Wie viel Schuld trägt Lüthi?

Dasselbe gilt auch für Manager Marc Lüthi. So schreibt Watson mit gewohnt scharfer Klinge: «Marc Lüthi sieht seit zwei Jahren tatenlos zu, wie sein Sportchef Alex Chatelain Sven Leuenbergers meisterliches Erbe ruiniert. Deshalb trägt er die Verantwortung für die missglückte Saison. Handelt er nicht, geht die sportliche Talfahrt ungebremst weiter.»

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 29.02.20, 22:10 Uhr

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Martin Meier  (mameschnue)
    Vor noch nicht allzu langer Zeit hat sich Marc Lüthi recht abfällig und wenig freund-nachbarlich zur Clubpolitik der Young Boys geäussert. Unterdessen hat seine eigene Clubpolitik grandios Schiffbruch erlitten. Schade für den SCB, aber Hochmut kommt meistens vor dem Fall!
    1. Antwort von Hans Schmid  (HVO)
      Diesen Lüthi habe ich schon immer als unsympathisch und arrogant empfunden.
  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Marc Lüthis Kommentar den Entscheidungen der Politik bezüglich Massnahmen Coronavirus, ist genau so überheblich, wie das was in den letzten 2-3 Jahren beim SCB geleistet wurde, nota bene von allen Akteuren. Der SCB steht völlig zu recht und absolut verdient nicht in den Playoffs.
  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Schade SCB, besser hätte Euch Ambrí nicht in Position bringen können. Lg BiancoBlu
    1. Antwort von Christoph Stuber  (chriss7758)
      Was heisst da "schade SCB"....super sind die arroganten SCBler nicht in den Playoffs. (Fast) die ganze Hockey Schweiz freut es.