- Der EHC Biel verliert zuhause gegen den EV Zug mit 2:3 und verpasst den Sprung auf einen Play-In-Platz.
- Das Siegtor der Gäste erzielt der Ex-Bieler Mike Künzle 6 Minuten vor Schluss.
- Hier geht's zum Round-up übrigen NL-Partien vom Freitag.
Ein schönes Tor war es gewiss nicht, das Mike Künzle in der 54. Minute erzielte. Aber der 32-Jährige, der 2024 von Biel nach Zug gewechselt hatte, stand nach einem Rebound goldrichtig und traf über Biel-Hüter Harri Säteri hinweg zum 3:2 in die Maschen.
Es sollte die Entscheidung in einer nicht hochstehenden, aber abwechslungsreichen Partie sein. Biel gelang weder während einer Strafe gegen Grégory Hofmann noch in den Schlussminuten ohne Torhüter der Ausgleich. Immer wieder scheiterten die Bieler an Nati-Keeper Leonardo Genoni. Somit konnte sich im Direktduell der beiden Klubs diese Saison erstmals der Gast durchsetzen.
Spielglück wechselt munter
Biel war zweimal in Führung gegangen. Beim 1:0 durch Petr Cajka (11.) sah Genoni etwas unglücklich aus. Keine Minute davor hatte der 38-Jährige hervorragend pariert, als mit Mark Sever und Gaëtan Haas gleich zwei Bieler auf ihn zustürmten.
Im 2. Drittel lagen die Vorteile bei Zug. Lukas Bengtsson gelang schon nach 32 Sekunden durch einen hohen Schuss der Ausgleich. Vor Säteri herrschte in diesem Moment viel Verkehr. Wenig später traf Daniel Vozenilek nur die Latte.
Neuenschwander-Geniestreich reicht nicht
Zu Beginn des Schlussdrittels war es Biels Jungstar Jonah Neuenschwander, der im Boxplay an der eigenen blauen Linie den Puck eroberte, übers Feld kurvte und eiskalt zum 2:1 einnetzte. Die nächste Bieler Strafe war dann die eine zuviel: Nando Eggenberger glich für die Zuger aus (45.).
Nachdem Säteri gegen EVZ-Topskorer Dominik Kubalik noch brillant pariert hatte, erledigte schliesslich Künzle das Dubé-Team, das weiterhin 3 Punkte hinter den SCL Tigers unter dem Play-In-Strich liegt und zudem Verteidiger Robin Grossmann durch Verletzung verlor. Zug kann hingegen für die Play-Ins planen – womöglich mit zwei Playoff-Chancen.