- Davos legt im Playoff-Halbfinal gegen die ZSC Lions vor.
- Die Bündner gewinnen Spiel 1 zuhause mit 4:2. Simon Knak erzielt spät das Siegtor.
- Im anderen Halbfinal-Duell jubelt Fribourg-Gottéron über einen 3:1-Erfolg gegen Genf.
Ein munteres Hin und Her, Playoff-Intensität vom Feinsten und ein wilder Spielverlauf: Das erste Halbfinal-Spiel zwischen Davos und den ZSC Lions lieferte, was man sich von einem Duell zwischen dem Quali-Sieger und dem zweifachen Titelverteidiger erhoffte. Und es endete so, wie es auch begonnen hatte – mit Bündner Jubel und einem Tor von Topskorer Matej Stransky.
Doch zunächst zur Entscheidung: Diese hatte in der 57. Minute nämlich ausgerechnet Simon Knak herbeigeführt. Der 24-Jährige, der ab der nächsten Saison für die Zürcher auflaufen wird, erwischte ZSC-Goalie Simon Hrubec mit einem flachen Schuss zwischen den Beinen und brachte den HCD mit 3:2 in Führung. Das Tor fiel in einer Phase, in der die Gäste aus Zürich eigentlich deutlich Oberwasser hatten und ihrerseits auf das Siegtor drückten.
Doch Davos schaffte es wie so oft in dieser Saison, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und zu gewinnen. In der Schlussminute machte Stransky mit einem Treffer ins verwaiste Zürcher Tor den Deckel drauf.
Baltisberger bringt den ZSC zurück
Der Tscheche war es auch gewesen, der das Skore in der Zondacrypto-Arena in der 6. Minute eröffnet hatte. Nachdem ein Rückpass Mikko Lehtonens unglücklich via Bande vor das Tor sprang, wollte Hrubec die Scheibe mit dem Stock aus der Gefahrenzone schieben – und legte sie Adam Tambellini pfannenfertig auf den Stock. Der Kanadier schaltete schnell und legte quer zu Stransky, der abgeklärt zum 1:0 einnetzte.
Im Startdrittel fielen trotz mehrerer Chancen auf beiden Seiten keine weiteren Tore. Dafür zappelte das Netz nach der ersten Pause dann zweimal:
- 25. Minute: Nach einem missratenen Rückpass Dean Kukans, der bei Filip Zadina landet, hat der Tscheche nur noch Hrubec vor sich. Doch er wird von hinten von Jesper Fröden von den Beinen geholt, der Entscheid klar: Penalty. Zadina tritt selbst an – und vernascht Hrubec spektakulär. Per Backhand lupft er den Puck über Hrubec' Schoner unter die Latte zum 2:0.
- 40. Minute: Das insgesamt fünfte Powerplay im Mitteldrittel mündet in einem Tor. 8,5 (!) Sekunden vor der Sirene lenkt Chris Baltisberger einen überlegten Handgelenkschuss Dean Kukans ab – 1:2.
Der Anschlusstreffer gab den Zürchern sichtlich Aufwind. Nur knapp 3 Minuten nach Anbruch des Schlussdrittels kamen sie zum 2:2-Ausgleich. Erneut traf Baltisberger, der einen Querpass Justin Sigrists nach einem Konter präzis unter das Lattenkreuz hämmerte.
Es war der Startschuss zu einem dominanten dritten Abschnitt für den Titelverteidiger. Die ZSC Lions dominierten das Schussverhältnis im Schlussdrittel 15:6, doch sie konnten kein weiteres Mal reüssieren. Dies gelang in den letzten Minuten bekanntlich den Hausherren.
Spiel 2 findet am Ostermontag in der Zürcher Swiss Life Arena statt.