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Playoff-Halbfinal: Spiel 3 Baranduns 1. Playoff-Goal reicht Davos zum 2. Sieg gegen den ZSC

Knapp 6 Minuten vor der Schlusssirene nahm ZSC-Stürmer Vinzenz Rohrer seinem Team fast jegliche Hoffnungen, doch noch in diese enge Partie zurückzufinden. Beim Stand von 0:1 schlug der Österreicher dem durchbrechenden Davoser Topskorer Matej Stransky den Stock ins Gesicht. Weil der Tscheche eine leicht blutige Lippe davontrug, kassierte Rohrer eine 2+2-Minuten-Strafe.

Dem HCD gelang in dieser 4-minütigen Überzahl zwar nicht viel, doch das rächte sich letztlich nicht mehr. Denn die Zürcher schafften es auch in den letzten rund 2 Minuten nicht, Goalie Sandro Aeschlimann zu bezwingen. So blieb es beim 1:0 für den HC Davos, der damit in der Best-of-7-Serie auf 2:1 stellte.

Eishockeyspieler im blauen Trikot begrüsst Teamkollegen an der Bande.
Legende: Bejubelte sein 1. Tor in den Playoffs überhaupt Davyd Barandun. Freshfocus/Martin Meienberger

Baranduns seltenes Erfolgserlebnis

Im 3. Aufeinandertreffen zwischen dem HCD und dem ZSC war vor allem im 1. Drittel so richtig die Post abgegangen. Den Fans boten sich Chancen hüben wie drüben und spektakuläres Tempohockey. Der goldene Treffer fiel wenig überraschend in den ersten 20 Minuten.

Filip Zadina spielte die Scheibe backhand an die blaue Linie zu Tino Kessler. Dieser bediente Davyd Barandun, der per Handgelenkschuss zum 1:0 traf (13.) – auch weil Rasmus Asplund vor Hrubecs Kasten für Verkehr sorgte. Ausgerechnet Barandun: Für den 26-jährigen Verteidiger war es der 1. Skorerpunkt seit dem 24. Februar und das 2. Saisontor – das erste hatte er am 5. Oktober erzielt. Es war zudem Baranduns 1. Playoff-Goal im 39. Anlauf.

Kurz vor der 1. Pause hätte es fast 2:0 aus Davoser Sicht geheissen. Stransky verpasste 3,9 Sekunden vor der Schlusssirene das leere Tor und hämmerte anschliessend verärgert seinen Stock an die Bande. Allerdings war die Partie kurz zuvor unterbrochen worden.

Harmloser ZSC

Der 2. Abschnitt präsentierte sich deutlich zurückhaltender. Grosschancen und sauber herausgespielte Angriffe waren Mangelware. Trotz des knappen Rückstands schafften es die Zürcher nicht, das Heimteam ernsthaft unter Druck zu setzen. Die Lions zeigten ab Drittel 2 bis zum Spielende eine vor allem offensiv enttäuschende Leistung.

Erst in der 39. Minute erspielte sich der ZSC seine beste Chance in Drittel 2. Nach einem energischen Forechecking von Denis Malgin kam Derek Grant im Slot freistehend zum Abschluss, einen Weg an Aeschlimann vorbei gab es aber auch hier nicht. Ebenso wenig 12 Sekunden vor der 2. Pause, als Denis Hollenstein vergeblich seinen Sturmpartner Juho Lammikko suchte. Im Schlussdrittel liess das Team von Marco Bayer auch noch 2 Powerplay-Situationen ziemlich fahrlässig ungenutzt.

So geht's weiter

Am Freitag findet Spiel 4 der Halbfinal-Serie zwischen dem HCD und dem ZSC statt. Dann geniessen die Zürcher wieder Heimrecht.

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SRF zwei, Sportflash, 08.04.2026, 23:35 Uhr ; 

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