- Fribourg-Gottéron gewinnt das 3. Halbfinal-Spiel in den Playoffs der National League gegen Genf-Servette 2:1 und führt in der Best-of-7-Serie 2:1.
- Marcus Sörensen gibt bei Freiburg nach über dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback.
- Julien Sprunger verlässt im Mittelabschnitt das Eis und kehrt nicht wieder zurück.
- Im anderen Halbfinal schlägt Davos die ZSC Lions 1:0 und führt in der Serie ebenfalls 2:1.
In einer ausgeglichenen Partie auf Augenhöhe machten letztlich kleine, aber feine Aktionen den Unterschied. Zwar waren es Attilio Biasca und Topskorer Henrik Borgström, die Fribourg‑Gottéron zum zweiten Sieg im Playoff‑Viertelfinal führten, doch auch die jeweiligen Assistgeber trugen entscheidend zu den Treffern bei.
In der 24. Minute bewies Christoph Bertschy viel Übersicht: Er verzögerte geschickt, wartete den richtigen Moment ab und legte dann perfekt für Biasca auf, der nur noch den Stock hinzuhalten brauchte. Knapp 7 Minuten später war es Yannick Rathgeb, der in Überzahl einen Direktschuss andeutete, stattdessen jedoch quer auf den freistehenden Borgström spielte. Dieser musste den Puck nur noch zum 2:0 ins praktisch leere Tor einschieben.
Gottéron im Schlussdrittel im Glück
Im 3. Drittel dauerte es nicht lange, bis die Spannung zurück war: Luca Hischier verkürzte in der 44. Minute mit seinem erst 2. Treffer in der laufenden Saison auf 1:2. Wenige Sekunden später lag sogar der Ausgleich in der Luft, doch Reto Berra behielt im Eins-gegen-eins gegen Jimmy Vesey die Oberhand. Freiburg brachte den Sieg trotz grosser Passivität im Schlussabschnitt (nur 2 Abschlüsse aufs gegnerische Tor) über die Zeit.
Genf verpasst Führung
In einer intensiven Partie präsentierte sich Genf als ebenbürtiger Gegner, liess seine Chancen jedoch ungenutzt. Kurz vor dem Führungstreffer für Fribourg‑Gottéron bot sich Josh Jooris die grosse Möglichkeit: Nach einem sehenswerten Zuspiel von Vesey lief er alleine auf Reto Berra zu, scheiterte jedoch am Freiburger Schlussmann.
Sörensen zurück – Sorge um Sprunger
Beim Heimteam gab Marcus Sörensen nach über dreimonatiger Verletzungspause sein langersehntes Comeback. Der Schwede, der sein letztes Spiel Anfang Januar bestritten hatte, konnte bereits wieder mit einigen gelungenen Aktionen auf sich aufmerksam machen.
Der Sieg für Freiburg erhielt allerdings einen bitteren Beigeschmack. Julien Sprunger, der seine Karriere nach dieser Saison beenden wird, verliess das Eis kurz nach dem 2:0 und begab sich in die Kabine. Der langjährige Gottéron‑Captain kehrte auch im dritten Abschnitt nicht mehr zurück. Offenbar zog er sich bei einem unglücklichen Zweikampf eine Verletzung im Unterleibsbereich zu. Ob er im 4. Halbfinalspiel, das am Freitag in Genf stattfindet, wieder dabei ist, bleibt abzuwarten.