- Der HCD gewinnt Spiel 2 des Playoff-Viertelfinals gegen den EVZ auswärts mit 2:0 und stellt in der Serie ebenfalls auf 2:0.
- Für den Quali-Sieger treffen Simon Knak (33.) und Adam Tambellini (60.), Zug lässt Chance um Chance liegen.
- Freiburg verliert auch in Rapperswil-Jona und gerät gegen die Lakers mit 0:2 ins Hintertreffen.
Es ist nicht überliefert, wie lange der EVZ im 2. Spiel des Playoff-Viertelfinals noch hätte spielen müssen, um Sandro Aeschlimann im Davoser Tor zu bezwingen. Den Bündnern dürfte die Antwort auf diese Frage herzlich egal sein: Der HCD gewann in Zug mit 2:0, fuhr saisonübergreifend den sechsten Playoff-Sieg in Folge gegen die Zentralschweizer ein und führt auch in der Viertelfinal-Serie mit 2:0.
Zum besten Spieler des Spiels wurde auf Davoser Seite wenig überraschend Aeschlimann ausgezeichnet. Der Davoser Schlussmann zeigte sein Meisterstück in der 56. Minute. In Unterzahl lag der 31-Jährige nach einem Gewusel vor dem Tor ohne Stock am Boden, als Zugs Tomas Tatar zum Abschluss kam. Doch Aeschlimann wehrte den (unplatzierten) Schuss des Slowaken irgendwie noch ab.
Bereits drei Minuten vor Schluss ersetzte Zug Leonardo Genoni durch einen sechsten Feldspieler. Gefährlich wurde es dann aber nur noch vor dem Zuger Tor. Adam Tambellini machte 28 Sekunden vor der Sirene mit einem Empty-Netter den Deckel drauf, nachdem Davos zuvor das leere Tor schon zweimal knapp verfehlt hatte.
Davoser Tor wie verhext
Wie schon in Spiel 1 hatte Zug den besseren Start in die Partie erwischt. Nach dem torlosen Startdrittel vergab das Heimteam im zweiten Abschnitt den Führungstreffer im Minutentakt. Andreas Wingerli und Grégory Hofmann standen mit ihren Chancen am Anfang einer schier unglaublichen Verschwendung guter Möglichkeiten. Nach einem Konter und einer perfekten Vorlage von Hofmann hatte Mike Künzle das 1:0 auf dem Stock. Der Torschütze aus Spiel 1 scheiterte jedoch am Pfosten (27.).
In der 33. Minute blieb den Zuger Fans erneut der Jubel im Halse stecken. Livio Truog machte vor dem Davoser Tor eigentlich alles richtig, umkurvte Aeschlimann, setzte die Scheibe dann aber neben das Tor. Im direkten Gegenzug war es Davos, das etwas entgegen des Spielverlaufs in Führung ging. Simon Knak erzielte das 1:0, nachdem EVZ-Goalie Genoni kurz zuvor seinen Stock verloren hatte. Diesem Rückstand lief Zug bis am Schluss hinterher.
Komplett gestohlen ist der Davoser Sieg dennoch nicht. Der Quali-Sieger traf wie Zug zweimal das Gehäuse und konnte es sich leisten, bei einer Vier‐gegen‐eins‐Situation nicht zu reüssieren (51.). Zudem überzeugte Davos mit seiner Disziplin, nur eine Unterzahlsituation hatte der Rekordmeister zu überstehen. In dieser konnten sie sich auf Aeschlimann und die Zuger Ineffizienz verlassen.