- Lausanne gelingt in Spiel 3 auswärts bei Genf das Break (5:2).
- Damit gehen die Waadtländer erstmals in dieser Viertelfinal-Serie in Führung.
- Im anderen Duell von Mittwoch setzen sich die ZSC Lions auch im 3. Spiel gegen Lugano durch (4:0).
Nach dem späten 1:0-Auftaktsieg der Genfer und der deutlichen Reaktion Lausannes (5:1) war das Spiel 3 früh lanciert. Kaum hatte Jimmy Vesey wegen einer unnötigen Strafe in der Kühlbox Platz genommen, schlug Lausanne eiskalt zu: Ken Jäger (5.) staubte nach nur neun Sekunden Powerplay zum 1:0 ab.
Genf zeigte jedoch die gewünschte Reaktion. In Überzahl glich Vincent Praplan (10.) mit einem präzisen Handgelenkschuss aus. Doch die Antwort der Gäste folgte wenige Zeigerumdrehungen später: Erik Brännström zog alleine los und brachte Lausanne erneut in Führung. Genf-Goalie Stéphane Charlin sah bei Brännströms Abschluss nicht ganz glücklich aus.
Derby-Feeling kommt auf
Im Mitteldrittel flachte das Tempo zunächst etwas ab. Die Schiedsrichter griffen konsequent durch, stellten nach typischen Derby-Nickligkeiten wiederholt Spieler beider Teams auf die Strafbank. So musste erst das Duo Jesse Puljujärvi/Yannick Zehnder, dann Matthew Verboon und Aurélien Marti zeitgleich für 2 Minuten raus.
Erst in der zweiten Hälfte des Drittels erhöhten die Gastgeber den Druck, kamen durch Chancen von Jan Rutta und Tim Bozon dem Ausgleich nahe – doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Topskorer Austin Czarnik verwertete ein abgelenktes Zuspiel aus der Luft zum 3:1 und sorgte damit für einen weiteren Dämpfer für die Genfer.
Hitzige Schlussminuten
Hitzig wurde es erst wieder nach dem 4:1 durch Inaki Baragano (55.). Markus Granlund wurde dabei in Lausanne-Goalie Kevin Pasche gedrückt, der sich mit einer Faust ins Gesicht seines Gegenspielers revanchierte.
So bot sich den Genfern in den Schlussminuten bei 6 gegen 4 noch einmal die Chance, heranzukommen. Das gelang durch Vili Saarijärvi, für eine Aufholjagd kam das Aufbäumen allerdings zu spät. Auch, weil man sich mit einer weiteren Strafe selbst unnötig schwächte und Lausanne so den Weg zum fünften Treffer ebnete. Insgesamt wurden im Schlussdrittel 13 (!) Strafen verteilt.
So geht's weiter
Am Donnerstag bietet sich Lausanne die Chance, in Spiel 4 gegen Genf das Break im Heimspiel zu bestätigen (20:00 Uhr).