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Spiel 4 im Playoff-Halbfinal Davos jubelt in der Zürcher Festung und stellt auf 3:1

Wer in den letzten drei Jahren in den Playoffs als Gast in der Zürcher Swiss Life Arena angetreten war, hatte stets einen schweren Stand. Beeindruckende 19 Mal hintereinander konnten die ZSC Lions in der entscheidenden Phase der Saison vor heimischem Publikum gewinnen. Diese Serie fand am Samstag im Playoff-Halbfinal gegen den HC Davos ein Ende. Die Bündner jubelten im vierten Spiel in Zürich über einen 5:2-Erfolg.

Die Vorentscheidung führte der HCD in der 51. Minute herbei. Nachdem er eine frühe Unterzahlsituation schadlos überstanden hatte, kam der wirblige Tino Kessler mit viel Tempo in die gegnerische Zone. Der Prättigauer verschaffte sich auf der linken Seite Platz und fand mit einem sehenswerten Querpass den aufgerückten Verteidiger Calle Andersson, der zum 3:1 für den HCD einschob.

Zürich verkürzt – und kassiert umgehend das 2:4

In den letzten Minuten musste der Titelverteidiger alles nach vorne werfen. Und der ZSC kam tatsächlich zum Anschlusstor. Die Zürcher Freude war aber nur von kurzer Dauer:

  • 55. Minute: HCD-Goalie Sandro Aeschlimann lässt einen Schuss von Patrick Geering abprallen. Juho Lammikko bringt den Puck per Backhand flach aufs Tor und trifft zum 2:3.
  • 56. Minute: Nur 45 Sekunden später klingelt es auf der anderen Seite. Klas Dahlbeck lanciert Rasmus Asplund, der auf ZSC-Schlussmann Simon Hrubec loszieht und die Scheibe backhand über dessen Schoner ins Tor lupft – 4:2.

Damit erstickte der HCD die Zürcher Hoffnungen auf ein Comeback im Keim. Coach Marco Bayer versuchte zwar alles, ersetzte seinen Goalie vier Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler. Das neuerliche Anschlusstor gelang aber nicht, im Gegenteil: Kessler traf in der 59. Minute ins verwaiste Tor und machte mit seinem zweiten Tor des Abends damit alles klar.

Matchwinner Kessler mit dem Ausgleich

Der Auswärtssieg der Bündner war verdient. Einzig in der Startphase hatten die Hausherren dominieren können. Der ZSC startete wie die Feuerwehr in die Partie und belohnte sich in der 7. Minute mit dem Führungstor. Dean Kukan überraschte Aeschlimann mit einem sehenswerten Backhand-Abschluss.

Doch so gut der Start war, so stark liessen die Zürcher danach nach. Gegen Ende des Startdrittels wurden die Bündner immer besser. Und kurz nach Beginn des Mittelabschnitts konnten sie auch den Ausgleich bejubeln. Kessler fackelte nach einem «Lucky Bounce» in der 24. Minute nicht lange und netzte zum 1:1 ein.

Lemieux mit dem Führungstor

Es war der Beginn einer dominanten Phase des Quali-Siegers, der das Spiel durch eine Willensleistung Brendan Lemieux' kurz nach Spielhälfte drehte. Der 30-Jährige setzte sich nach einem Dahlbeck-Querpass vor dem Tor gegen Dario Trutmann durch und bugsierte die Scheibe an Hrubec vorbei über die Linie.

Eishockeyspieler im gelben Trikot auf dem Eis.
Legende: Trifft im Mitteldrittel zur Davoser Führung Brendan Lemieux. Keystone/Andreas Becker

Mit den ersten Strafen des Spiels nahm sich der HCD wenig später selbst den Wind aus den Segeln. Doch Zürich präsentierte sich in Überzahl alles andere als zwingend und verpasste es, mit ausgeglichenem Spielstand in die zweite Pause zu gehen. Davos wusste das auszunutzen – und machte im letzten Drittel den Sack zu.

Damit trennt die Bündner nur noch ein Sieg vom ersten Finaleinzug seit 2015, als sie zuletzt Meister wurden. Die erste Chance dazu bietet sich am Sonntag in Davos.

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Radio SRF 1, Bulletin um 23 Uhr, 10.4.2026 ; 

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