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Titel-Hattrick im Visier Das grosse ZSC-Plus – «diese Erfahrung kann man nicht kaufen»

Nach dem beeindruckenden 4:0 gegen Lugano hebt ZSC-Trainer Marco Bayer die Reife seines Teams hervor.

Eishockeytrainer in Anzug mit roter Krawatte an der Seitenlinie.
Legende: Gibt die Anweisungen ZSC-Trainer Marco Bayer hinter der Spielerbank. Keystone/Samuel Golay

Seit der Einführung der Playoffs in der Saison 1985/86 sind erst zwei Teams mehr als zweimal hintereinander Schweizer Meister geworden: Lugano holte von 1986 bis 1988 dreimal in Folge den Titel, Kloten von 1993 bis 1997 gar viermal.

Doch ohne diese Leistungen schmälern zu wollen: Die National League ist nicht mehr vergleichbar mit damals; es ist angesichts der Ausgeglichenheit schwieriger, eine solche Serie zu schaffen.

Wichtige Situationen und Druck im Griff

Die ZSC Lions bringen jedoch alles mit, um zum dritten Mal in Folge den Meisterpokal in die Höhe zu stemmen. Gegen Lugano hätten die Zürcher die ersten beiden Partien gerade so gut auch verlieren können, doch sie taten es nicht.

«Wir haben unglaublich viel Erfahrung in dieser Mannschaft, wissen, wie wir gewinnen, wissen, in wichtigen Situationen, wie reagieren und wie mit Druck umgehen», sagt Headcoach Marco Bayer. «Diese Erfahrung kann man nicht kaufen, die muss man machen – und das haben sie.»

Ein Statement nach durchzogener Quali

Am Montag beim 5:4-Sieg in Lugano mussten die Lions nach einer 5:2-Führung noch zittern. Verteidiger Christian Marti bezeichnete das letzte Drittel gar als «Katastrophe».

Am Mittwoch hatte Lugano den Zürchern wenig entgegenzusetzen. «Wir konnten umsetzen, was wir ändern wollten», sagt die fixe Grösse im Schweizer Nationalteam. Bayer ergänzt: «Was mich unglaublich stolz macht, ist, wie reif und abgeklärt das Team im letzten Drittel gespielt hat.»

Die Leistung des ZSC war auf jeden Fall ein Statement nach der nicht ganz einfachen Qualifikation, welche das Team auf dem 4. Platz abgeschlossen hatte – im Oktober verloren sie wettbewerbsübergreifend acht Partien in Folge. Die Verantwortlichen bewahrten jedoch die Ruhe, hielten an Bayer fest – und das scheint sich nun auszuzahlen.

Fragezeichen um Andrighetto

Einen Wermutstropfen gab es aber am Mittwoch, fiel doch Topskorer Sven Andrighetto kurz vor der zweiten Pause nach einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Rudolfs Balcers aus. Genaueres wusste Bayer nach Spielschluss noch nicht; er betont aber, dass sie breit aufgestellt seien.

Am Freitag bietet sich den Lions in Lugano die Chance, schnellstmöglich die Halbfinals zu erreichen.

National League

SRF zwei, Sportheute, 21.03.2026, 23:15 Uhr ; 

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