«Ich mag komplizierte Situationen.» Christian Dubé macht die Aussage über seinen neuen Job mit einem Augenzwinkern. Zwar liegt der EHC Biel, wo er am Donnerstag sein 1. Training leitete, als 11. derzeit tatsächlich hinter den Play-In-Plätzen. Dubé sagt aber: «Ich habe Vertrauen in diese Equipe, sie hat Potenzial.»
Dem 48-jährigen ehemaligen Gottéron-Coach liegt ein Aspekt am Herzen: «Die Spieler sollen Freude haben und einen guten Teamgeist erschaffen. Es ist letztlich ein Spiel. Wenn du dich nicht amüsierst, wird es problematisch.»
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Arbeit an Details – und am Spielsystem?
Er werde an einigen Details arbeiten, alles wegwerfen müsse man nicht. «Es wurde gute Arbeit geleistet», sagt er über das Team, das sein entlassener Vorgänger Martin Filander hinterlassen hat. «Aber ich sehe das Eishockey vielleicht etwas anders und werde einige Dinge anpassen.»
Captain Gaëtan Haas sieht schon einen ersten Effekt: «Es gibt neuen Schwung. Das erste Training unter einem neuen Coach ist immer ein bisschen intensiver. Jeder will sich zeigen.» Man habe schon an etlichem gearbeitet, das Dubé ändern wolle. Details nannte der 33-Jährige nicht, sprach aber auch von «Änderungen im System».
Dubé war erste Wahl
Nach Aussagen von CEO Daniel Villard war Dubé die erste Wahl bei der Suche nach einem neuen Coach. Er habe beim Frankokanadier gespürt, dass er nach fast zwei Jahren ohne Job bei der Elite (Dubé arbeitete dazwischen im Kinder-Eishockey) «heiss» sei. Es sei wichtig, jetzt jemanden zu haben, der Emotionen hereinbringe und mit Leaderfiguren gut arbeiten könne.
Villard machte aber auch deutlich, was er von Dubé, der einen Vertrag bis 2027 hat, kurzfristig erwartet: «Zuerst das Play-In und danach die Playoffs erreichen. Das ist das Ziel für diese Saison.»