11 Runden vor Schluss führt Vaduz die Tabelle der Challenge League 3 Zähler vor Aarau an. Noch einmal 10 Punkte dahinter befindet sich Yverdon, das theoretisch auch noch in den Aufstiegskampf eingreifen könnte. Mit der Entlassung von Trainer Adrian Ursea hat man im Waadtland ein Zeichen gesetzt. Martin Andermatt soll das Ruder im Saison-Endspurt herumreissen.
Realistischer ist aber, dass Vaduz und Aarau den direkten Aufstiegs- und den Barrageplatz belegen werden. Die Spannung ist gross: Mit einem Heimsieg im Spitzenkampf am Freitag könnte Aarau die Lücke zum Leader schliessen. In den bisherigen Begegnungen gab es je einen Heimsieg für beide Teams.
Linksverteidiger als Topskorer
Die Liechtensteiner sind Leistungsschwankungen gefühlt weniger ausgesetzt als der FCA, der im Februar während drei Partien ohne Sieg blieb. Vaduz hat bisher am meisten Tore erzielt und am wenigsten erhalten. Die Verantwortung verteilt Trainer Marc Schneider auf mehrere Schultern. Der zum Linksverteidiger umgeschulte Dominik Schwizer ist mit 7 Treffern bester Torschütze des Teams. Diesen Wert übertreffen mit Valon Fazliu (13), Elias Filet (11) und Daniel Afriyie (9) gleich drei Aarauer. Dafür ist die Abhängigkeit von diesen Spielern grösser.
«Wir sind über einen längeren Zeitraum zusammen und können unsere Ideen wirklich auf den Platz bringen», sagt Schneider, der seit etwas mehr als zwei Jahren im «Ländle» an der Seitenlinie steht. Von der Konkurrenz will er sich nicht nervös machen lassen. Man schaue auf sich selbst und sei damit bisher gut gefahren.
Niederlagen haben Seltenheitswert
Schwizer bemüht einen Vergleich zur Formel 1: Vorne liegend wolle man sich selbstverständlich nicht einholen lassen. «Wir haben Ambitionen und wollen auf der Welle weitersurfen, auf der wir jetzt sind.» Zuletzt gab es beim 0:0 in Rapperswil-Jona zwar einen kleinen Rückschlag. Doch mit bisher nur zwei Niederlagen im Saisonverlauf ist man statistisch gesehen besser als jeder Zweitligist in Deutschland, Spanien, Italien, England und Frankreich.