- Barcelona verliert das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atletico Madrid zu Hause mit 0:2.
- Kurz vor der Pause sieht Barça-Verteidiger Pau Cubarsi Rot, Julian Alvarez versenkt den fälligen Freistoss traumhaft.
- Im anderen Viertelfinal vom Mittwoch legt PSG gegen ein schwaches Liverpool vor (2:0).
Im zweiten Duell innert 4 Tagen zwischen Barcelona und Atletico waren torlose 40 Minuten gespielt, als es knüppeldick für die Katalanen kam – in doppelter Hinsicht.
- 41. Minute: Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte schalten die Atletico-Spieler blitzschnell um. Giuliano Simeone wird mit einem weiten Ball gesucht, ehe er von Barças Pau Cubarsi zu Fall gebracht wird. Als letzter Mann. Der Schiedsrichter zückt zwar erst nur die gelbe Karte, nach VAR-Studium korrigiert er seinen Entscheid und schickt den spanischen Verteidiger vorzeitig unter die Dusche.
- 45. Minute: Immerhin kein Penalty, denken sich zu diesem Zeitpunkt wohl die Heimfans. Doch Julian Alvarez kann es auch aus über 20 Metern. Der Argentinier versenkt den fälligen Freistoss traumhaft und bringt das Team von Diego Simeone in Führung.
Zuvor waren die Vorteile leicht aufseiten Barcelonas gewesen. Vor allem das Duo Lamine Yamal und Marcus Rashford stellte die Gäste immer wieder vor Probleme. Die beste Chance des Engländers – auf Vorarbeit seines spanischen Offensivkollegens – landete gar im Netz (18.). Der Treffer zählte allerdings wegen Offside nicht.
Barça trotz Unterzahl stärker
Trotz Unterzahl dominierten nach dem Seitenwechsel die Katalanen. In der 52. Minute war es wieder Rashford, der aus ähnlicher Position wie Alvarez zuvor einen Freistoss gegen die Latte knallte. Atletico-Ersatzgoalie Juan Musso lenkte wohl entscheidend ab.
Von den in Überzahl agierenden Gästen kam überraschend wenig. So profitierte man eher von der mangelnden Chancenverwertung des Gegners. Doch wenn es drauf ankam, war Atletico da: Praktisch aus dem Nichts erhöhte Alexander Sörloth für seine Farben in der 70. Minute. Der norwegische Stürmer versenkte eine tolle Vorarbeit volley im Netz.
Schiri ahndet Abstoss-Szene nicht
Glück hatte Atletico zuvor bei einer Szene nach 53 gespielten Minuten gehabt. Nach einem eigentlich bereits ausgeführten Goalie-Abstoss nahm der bereits verwarnte Marc Pubill den Ball nochmals in die Hand. Der Schiedsrichter liess die Szene aber trotz Barça-Protesten ungeahndet.
Damit durchbrachen die Hauptstädter einen 20 Jahre lang anhaltenden Fluch. Seit 2006 hatte Atletico nicht mehr im Camp Nou gewinnen können – bis jetzt. Und verschaffte sich damit eine formidable Ausgangslage für das Rückspiel im heimischen Metropolitano-Stadion am kommenden Dienstag.