- Spanien zeigt an der WM eine eindrückliche Reaktion auf das 0:0 gegen Kap Verde und lässt Saudi-Arabien beim 4:0 keine Chance.
- Ausgerechnet Startelf-Rückkehrer Lamine Yamal erlöst das Team von Luis de la Fuente in Atlanta schon nach 10 Minuten.
- Mikel Oyarzabal zeichnet sich in der Folge mit einem Doppelpack aus und entscheidet die Partie bis zur 24. Minute.
Gross war der Aufruhr nach dem 0:0 von Spanien zum WM-Auftakt gegen Kap Verde. In den Medien war von einer «kolossalen Blamage», einem «Desaster» und einem «katastrophalen Spanien» zu lesen. Trainer Luis de la Fuente ging mit seiner Mannschaft nicht ganz so hart ins Gericht. Trotzdem nahm er für das 2. Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien 3 Wechsel in der Startelf vor – und diese verfehlten ihre Wirkung nicht.
Allen voran Superstar Lamine Yamal, der noch leicht angeschlagen ist und im Startspiel erst spät eingewechselt worden war, wirbelte von der ersten Sekunde an. Der 18-Jährige verzeichnete schon in den ersten 4 Minuten zahlreiche Dribblings, 2 gefährliche Hereingaben und einen Abschluss. Nach 10 Minuten netzte der Barça-Flügel dann auch gleich selbst zur frühen Führung ein.
Der ebenfalls neu in die Startelf gerückte Alex Baena lancierte auf dem linken Flügel Mittelstürmer Mikel Oyarzabal. Dieser fand mit seinem perfekt getimten Flachpass in den Fünfmeterraum Yamal, der für sein 1. WM-Tor nur noch einzuschieben brauchte. Die Spanier gaben sich mit dem 1:0 aber keineswegs zufrieden und powerten weiter. Beinahe im Minutentakt kamen sie zu weiteren Topchancen.
Oyarzabal mit Doppelschlag
In der 21. Minute fiel das überfällige 2. Tor im Anschluss an einen Eckball. Dani Olmo, der dritte Neuling in der Startformation, zog im Strafraum ab. Der unsauber getroffene Abschluss flipperte im Sechzehner hin und her. Oyarzabal reagierte am schnellsten und staubte zum 2:0 ab.
Exakt 60 Sekunden nach Wiederanpfiff zappelte der Ball dann schon wieder im Netz. Erneut war es Oyarzabal, der eine schöne Kombination über Pedro Porro, Marc Cucurella und Olmo vollendete. In der 36. Minute wäre der 29-Jährige gar beinahe noch zum ersten spanischen WM-Hattrick-Schützen der Geschichte avanciert.
Doch nach einem haarsträubenden Fehlpass von Saudi-Goalie Mohammed Al-Owais, der mit seiner Leistung noch das 1:1 gegen Uruguay ermöglicht hatte, scheiterte der Stürmer von Real Sociedad mit dem Aussenrist aus spitzem Winkel an der Latte des verwaisten Gehäuses.
Ruhige 2. Halbzeit
De la Fuente erlaubte es sich angesichts der deutlichen Angelegenheit schon zur Pause, die Torschützen Yamal und Oyarzabal runterzunehmen. Trotzdem gelang den Iberern schon in der 49. Minute das nächste Tor. Cucurella scheiterte mit seinem Abschluss nach einer Ecke zwar an Al-Owais, doch via Bein von Verteidiger Hassan Al-Tambakti landete die Kugel trotzdem zum 4:0 im Netz.
Daraufhin schaltete Spanien einen Gang runter. Trotzdem blieb Saudi-Arabien weitegehend blass, kam aber immerhin noch zum ersten Torschuss (81.). Auf der anderen Seite traf Ferran Torres in der Nachspielzeit noch zum vermeintlichen 5:0, doch der Spanier stand dabei knapp im Abseits. Gleichwohl jubelten Yamal und Co. am Ende über 3 hoch verdiente Punkte und stehen trotz dem Schock zum Auftakt mit einem Bein in der K.o.-Phase.
So geht's weiter
Für die beiden Teams steht das letzte Gruppenspiel in der Nacht auf Samstag (2:00 Uhr) auf dem Programm. Spanien will in Guadalajara gegen Uruguay den Gruppensieg sicherstellen. Saudi-Arabien kämpft gegen Kap Verde in Houston zeitgleich ebenfalls noch um das Weiterkommen.