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WM 2026: Gruppe H 2:2 – Kap Verde trotzt auch Uruguay ein Remis ab

Kap Verde hat es schon wieder geschafft. Der WM-Neuling holte nach dem sensationellen Remis gegen Spanien auch gegen Uruguay einen Punkt. Durch das 2:2 kann der Inselstaat weiterhin vom Weiterkommen träumen – für Uruguay wird das Erreichen der K.o.-Phase derweil eine Herkulesaufgabe.

Doch starten wir von vorne: Die Partie in Miami begann erwartungsgemäss mit viel Ballbesitz für Uruguay. Die «Celeste» bekundete aber ihre liebe Mühe mit dem kapverdischen Abwehrriegel. Entgegen des Spielverlaufs war es der Underdog, der für den ersten Paukenschlag sorgte.

Sehenswertes Premierentor

In der 21. Minute kam Kap Verde aus grosser Distanz zu einem Freistoss. In der Zwei-Mann-Mauer mit Maximiliano Araujo und Federico Vinas tat sich kurz vor der Schussabgabe von Kevin Pina eine Lücke auf. Durch diese hindurch traf der Schütze präzise ins rechte untere Eck zur kapverdischen Führung. Es war das erste WM-Tor überhaupt für den Inselstaat.

Den Uruguayern gelang eine Reaktion. Kurz vor dem Pausentee schaffte es das Team von Marcelo Bielsa gleich doppelt, den kapverdischen Abwehrriegel zu knacken:

  • 44. Minute: Nach einer Flanke von Federico Valverde prallt der Kopfball von Verteidiger Sidny Lopes Cabral zunächst an den Pfosten und springt von dort vor die Füsse von Maximiliano Araujo. Der Stürmer schiebt zum 1:1 ein.
  • 45.+6. Minute: Noch vor dem Pausenpfiff macht Uruguay die Wende perfekt. Torschütze Araujo legt nach einer Flanke von Manuel Ugarte per Kopf auf Augustin Canobbio ab, der direkt zur uruguayischen Führung trifft.

Die Führung der Südamerikaner war zu diesem Zeitpunkt verdient, hatte Uruguay doch wesentlich mehr für das Spiel getan. Doch die Bielsa-Equipe verpasste es nach dem Seitenwechsel, ein drittes und womöglich vorentscheidendes Tor nachzulegen. Stattdessen kam Kap Verde in der 61. Minute zum 2:2-Ausgleich.

Diesem ging ein grober Patzer von Uruguay-Goalie Fernando Muslera voraus. Der 40-Jährige eilte nach einem missratenen Querpass von Mathias Olivera weit vor dem Strafraum völlig überraschend aus seinem Tor. Helio Varela kam vor dem im Niemandsland stehenden Muslera an den Ball, lief gekonnt am Goalie vorbei und traf zum 2:2.

Animierte Schlussphase

Nach dem Ausgleich wirkte Uruguay zunächst geschockt. In der Schlussphase vermochte die «Celeste» aber noch einmal aufzudrehen. Trotz hochkarätiger Gelegenheiten – in der 92. Minute rutschte Valverde hauchdünn am Querpass von Darwin Nunez vorbei – gelang das Siegtor aber nicht. Auch Kap Verde hatte durch Konter noch einige gefährliche Chancen.

Es blieb aber beim 2:2. Und dieses hat grosse Auswirkungen auf die Sechzehntelfinal-Chancen Uruguays. Valverde und Co. brauchen im letzten Gruppenspiel gegen Spanien nun einen Sieg, um das frühestmögliche Aus noch abzuwenden. Verliert Uruguay gegen die «Roja», reicht Kap Verde hingegen ein Remis gegen Saudi-Arabien für den sensationellen Vorstoss in die K.o.-Phase.

Die letzten beiden Partien der Gruppe H werden in der Nacht auf Samstag Schweizer Zeit parallel ausgetragen.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 21.6.2026, 23:50 Uhr ; 

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