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Haenni: «Bislang konnte jede Runde komplett absolviert werden»
Aus Sport-Clip vom 01.11.2020.
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Tatjana Haenni im Interview Wie der Schweizer Frauenfussball die Corona-Krise meistert

In der Women's Super League musste noch keine Partie wegen Corona abgesagt werden. Tatjana Haenni über die Gründe.

Wie üblich stand am Sonntagnachmittag eine Fussballpartie auf dem SRF-Programm. Doch statt dem Super-League-Spiel zwischen Lugano und YB, das wegen mehreren Corona-Fällen bei den Tessinern abgesagt werden musste, wurde die Affiche YB-GC der Women's Super League übertragen.

Überhaupt geht es im Schweizer Frauenfussball während der Corona-Pandemie überraschend ruhig zu und her. Bislang musste in der höchsten Schweizer Frauen-Spielklasse seit dem Meisterschaftsstart noch keine einzige Partie abgesagt werden. Erst 5 Spielerinnen wurden klubübergreifend positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Gründe für die Situation sind unterschiedlich. Tatjana Haenni, Ressortleiterin Frauenfussball beim SFV, lobt einerseits die Professionalität, die die Spielerinnen im Umgang mit dem Virus an den Tag legen. «Die Spielerinnen verhalten sich sehr korrekt und halten sich genau an die Vorgaben.»

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Haenni über die Testquote bei den Frauen
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Auf der anderen Seite ist sicher auch die tiefere Testquote ein Grund für die geringere Anzahl Fälle. «Je mehr getestet wird, desto mehr Fälle werden natürlich entdeckt», so Haenni. «Bei den Frauen gibt es keinen Testzwang. Getestet wird, sobald jemand Symptome hat. Das kann natürlich ein Grund sein, warum es weniger Fälle gibt.»

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Haenni: «Schnelltests sind noch kein Thema»
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Es scheint, als meistere der Frauenfussball die Corona-Situation zumindest im Moment bedeutend besser. Haenni fasst zusammen: «Es ist schade, was im Männerfussball passiert. Auf der anderen Seite kann der Frauenfussball von der Situation stark profitieren.»

SRF zwei, sportpanorama 01.11.2020, 18:45 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Riecht stark nach Statistik-Fehler. Würde bei den Frauen so viel auf Halde getestet wie bei den Herren, sähe es ähnlich aus. Umgekehrt wäre das lockere Dispositiv, nur bei Symptomen zu testen und Mitspieler ohne Symptome spielen zu lassen, auch bei den Herren anzuwenden. Wie viele Tests wurden pro Spielerin, und viel viel pro Spieler durchgeführt? Also schön auf dem Teppich bleiben, und zu suggerieren, dass sich Männer weniger an die Regeln halten ist, wie sagt man schon wieder? Sexisitisch.
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  • Kommentar von daniel schulz  (Alfonso)
    Man könnte jetzt sagen, dass die Frauen sich professioneller verhalten, das wäre allerdings reine Spekulation. Naheliegender ist tatsächlich, dass nur bei Auftritt von Symptomen getestet wird, was auch die Situation in der allgemeinen Bevölkerung widerspiegelt. Würde man wie bei den Herren der Super League, die komplette Bevölkerung der Schweiz testen, hätten wir wahrscheinlich ganz andere Corona-positiv-Meldungen.
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    1. Antwort von Roman Dosch  (rd)
      Bin da ganz anderer Meinung. Die Frauen verhalten sich auf dem Platz viel weniger egoistisch und sich selbst zelebrierende - siehe faires Spielverhalten, wenig bis keine Dramatik, wenn man (äh meine frau) mal zu Boden fällt etc. Kann mir gut Vorstellen, dass die Frauen auch sonst - eben auch mit Corona - sich vernünftiger verhalten. Jedenfalls: unbedingt mehr Frauenfussball im TV
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    2. Antwort von daniel schulz  (Alfonso)
      @Roman Dosch
      Stimme ihrer Aussage durchaus zu. Im Zusammenhang mit Corona ist es allerdings wie gesagt reine Spekulation und kann sicher nicht die hohe Positivitätsrate bei den Herren im Vergleich zu den Frauen oder der Gesamtbevölkerung erklären.
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