- Titelverteidiger YB und Quali-Sieger Servette Chênois gewinnen in den Playoff-Halbfinals der Women's Super League jeweils auswärts ihre Hinspiele.
- Die Bernerinnen siegen auch dank Doppeltorschützin Lisa Josten in St. Gallen mit 3:1.
- Servette gewinnt bei den FCZ Frauen sogar mit 4:0.
Die YB Frauen sorgten im St. Gallern Kybunpark zu Beginn der 2. Halbzeit in der Person von Lisa Josten für die Differenz. 70 Sekunden nach Wiederanpfiff kam die 33-jährige Deutsche nach einem Einwurf etwas glücklich an den Ball – St. Gallen-Verteidigerin Franziska Gaus hatte ein Luftloch geschlagen – und schob überlegt zum 2:1 ein.
Zehn Minuten später sorgte sie mit einem Schuss aus der Drehung, der via Innenpfosten im Tor landete, für die Zweitore-Führung. Wibke Meister hatte für YB den Ball mit einem kämpferischen Vorstoss erobert. Damit wurden die St. Galler Hoffnungen auf eine offene Ausgangslage für das Rückspiel arg getrübt.
St. Gallen nahe an der Führung
Die Ostschweizerinnen waren früh in Rücklage geraten, als Anika Seliner den Ball YB-Stürmerin Malaurie Granges praktisch pfannenfertig auflegte (5.), hatten sich aber gut gefangen. Die bei einem Freistoss völlig freistehende Lia Ammann köpfelte zum 1:1 ein (29.), zwei Minuten später hatte die steil angespielte Lea Eisenring sogar das 2:1 auf dem Fuss.
St. Gallen, das durch die Forfaitniederlage des FC Basel die Halbfinals erreichte, gab auch nach dem 1:3-Rückstand nicht auf. In der Nachspielzeit scheiterte Sina Cavelti an der starken YB-Hüterin Amanda Brunholt.
Insgesamt war die Fehlerquote im Team von Trainerin Jasmin Schweer aber höher als bei den Gästen, die guten Mutes ins Rückspiel am Samstag in einer Woche steigen können.
Auch Sobal trifft doppelt
Im anderen Halbfinal-Hinspiel zeigte Servette Chênois den Frauen des FC Zürich ihre Grenzen auf. Die Genferinnen gewannen im Letzigrund mit 4:0. Drei der vier Treffer fielen nach Eckbällen.
Paula Serrano (22.) und Magdalena Sobal (29.) brachten die Qualifikationssiegerinnen mit einem Doppelschlag 2:0 in Front. In der 70. Minute kürte sich Sobal zur Doppeltorschützin, ehe in der Nachspielzeit Neo-Nationalspielerin Amina Muratovic für den Endstand sorgte.
Das Rückspiel in Genf findet am kommenden Freitag statt (19:00 Uhr live, SRF zwei).