Innert nur 20 Minuten war das Spiel ausverkauft. Die Euphorie in der Hafenstadt Sinop vor der WM-Quali-Reprise zwischen der Türkei und der Schweiz scheint gross. Das «Stadyumu» im Badeort am Schwarzen Meer fasst 10'000 Fans und wird bis auf den letzten Platz gefüllt sein.
Zumindest im Vorfeld lässt sich die Schweiz vom drohenden türkischen Hexenkessel nicht ängstigen. «Das ausverkaufte Haus ist eine Extramotivation für uns», sagt Nationaltrainer Rafel Navarro.
Nervosität abstellen
Die Schweizerinnen dürfen erhobenen Hauptes und mit einem 3:1-Sieg aus dem Letzigrund im Gepäck ins 4. Spiel der WM-Qualifikation gehen. Zwar gab es wichtige drei Punkte im Kampf um den Gruppensieg, der Auftritt am letzten Dienstag war allerdings nicht über alle Zweifel erhaben.
«In der 1. Halbzeit waren wir nicht gut genug», bringt es Navarro unumwunden auf den Punkt. «Wir müssen ruhiger sein am Ball als noch in Zürich. Manchmal agieren wir zu nervös.»
Guten Fussball über 90 Minuten
Auch Noelle Maritz gibt zu, dass «alle etwas besser performen können als im letzten Spiel». Auf die 2. Halbzeit hin steigerte sich das Team deutlich, auch dank einem Doppelpack von Aurélie Csillag gab es den wichtigen Sieg im 400. Länderspiel der Frauen-Nati. «Nun wollen wir über 90 Minuten zeigen, dass wir guten Fussball spielen können», meint die polyvalent einsetzbare Defensivspielerin Maritz. Ihr wird im Schweizer System auch in der Türkei wieder eine zentrale Rolle zufallen.
In die Aufstellungskarten für Samstag will sich Navarro natürlich noch nicht blicken lassen, aber: «Es wird wohl ein paar Wechsel geben.»