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Vor Start der WM-Quali Simic: Aus «toller Mischung» die «letzten Prozente rausholen»

Julia Simic ist neu Assistenztrainerin der Schweizer Frauen-Nati. Wer ist die 36-Jährige, was bringt sie mit und wie lauten ihre Ziele?

Kurz, gibt Julia Simic zu, habe sie schon überlegen müssen. Denn die Anfrage, ob sie Assistenztrainerin des Schweizer Frauen-Nationalteams werden wolle, sei ziemlich unvermittelt gekommen. Doch rasch habe sie gemerkt: «Das ist genau, was ich machen will. Ich hatte sofort ein Kribbeln im Bauch.» Beim aktuellen Zusammenzug lernte Simic das Team nun kennen. Ihr erster Eindruck? «Ich sah viele strahlende Gesichter. Die Mädels freuen sich richtig, hier zu sein.»

Dass sie nun von der U20-Cheftrainerin bei Frankfurt in die Assistentinnen-Rolle wechselt, sei keineswegs ein Rückschritt: «Es ist eine andere Aufgabe. Als Co-Trainerin darf man mehr Fussballtrainerin sein, mehr mit den Spielerinnen arbeiten, sie besser machen. Es ist eine Win-Win-Situation.»

Wir sind in einer Favoritenrolle, das ist kein Geheimnis. Wir wollen jedes Spiel gewinnen.
Autor: Julia Simic

Viel Zeit, sich an die neue Rolle zu gewöhnen, bleibt der 36-Jährigen indes nicht. Schon Anfang März wird die nicht unkomplizierte WM-Quali lanciert. Gegen Nordirland und Malta werden Siege erwartet. Ebenso später gegen die Türkei. Simic weiss: «Wir sind in einer Favoritenrolle, das ist kein Geheimnis. Wir wollen jedes Spiel gewinnen.»

Simic attestiert «ihrem» neuen Team viel Potenzial: «Im Team hat es Talente, von denen andere Nationen träumen.» Allgemein sei die Mischung aus Jugend und Routine «toll». Mit Lia Wälti – Simic spielte einst mit ihr zusammen bei Potsdam – verfüge die Schweiz über eine «Weltfussballerin». Worin sieht die Deutsche ihre Hauptaufgabe? «Die letzten Prozent rausholen zu dürfen, das ist meine Aufgabe.» Zudem wolle Simic «Mentalität reinbringen, den Hunger, gewinnen zu wollen».

Live-Hinweis

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Die erste Tranche der WM-Qualifikation sehen Sie wie folgt live bei SRF:

  • 3.3., 18:45 Uhr: Schweiz – Nordirland (SRF zwei)
  • 7.3., 18:45 Uhr: Malta - Schweiz (SRF info)

Erst Spielerin, dann Trainerin und Expertin

Simic kennt den internationalen Frauen-Fussball aus dem Effeff. Die 36-Jährige blickt auf eine 15-jährige Karriere als Aktive zurück. Dabei bestritt sie für Teams wie Bayern München, Turbine Potsdam, Wolfsburg oder West Ham insgesamt über 200 Spiele. Dabei kam sie immer wieder mit Schweizerinnen in Kontakt. Simic wohnte mit Alisha Lehmann und Ramona Bachmann in einer WG, war Teamkollegin von Lara Dickenmann. Für das deutsche A-Nationalteam lief Simic zweimal auf. Die U19-Europameisterin 2007 und deutsche Meisterin mit Wolfsburg 2017 beendete ihre Karriere im Sommer 2021.

Als Trainerin sammelte Simic in den letzten zweieinhalb Jahren bei Frankfurt erste Erfahrungen. Der Assistenz-Posten bei der Schweizer Nati ist nun der nächste Schritt. «Sie ist die perfekte Wahl», sagt SRF-Fussball-Kommentatorin Rachel Rinast über Simic. Und auch Nati-Verteidigerin Nadine Riesen, die Simic bereits von ihrem Klub Frankfurt kennt, ist voll des Lobes.

Vielen Fussball-Fans dürfte Simic auch als TV-Expertin ein Begriff sein. Bei deutschen Bezahl-Sendern ist sie regelmässig bei Bundesligapartien am Spielfeldrand zu sehen.

SRF zwei, Sportflash, 26.2.26, 20 Uhr ; 

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