Die Heim-EM liegt inzwischen über ein halbes Jahr zurück. Es ist höchste Zeit für die Frauen-Nati, ein neues erfolgreiches Kapitel zu schreiben. Die Chance dazu bietet sich in der WM-Qualifikation, die für die Schweiz am Dienstag im Lausanner Stade de la Tuilière lanciert wird.
Erst die Pflichtaufgaben
Aufgrund des sang- und klanglosen Abstiegs aus der Liga A der Nations League gestaltet sich der Weg der Nati an die WM 2027 in Brasilien steiniger als nötig und auch erhofft. Wirklich knifflig dürfte es für die Schweiz aber erst im Herbst 2026 werden, dann steht die 1. Runde der Playoffs an.
Zunächst geht es für das Team von Rafel Navarro in einer WM-Quali-Gruppe der Liga B mit Nordirland, der Türkei und Malta aber darum, sich die bestmögliche Ausgangslage für ebendiese Playoffs zu verschaffen. Auf dem Papier ist die Schweiz das klar stärkste Team der Gruppe. Wird die Nati ihrer Favoritenrolle gerecht und holt Platz 1, würde man zumindest in der 1. Playoff-Runde einer Equipe aus der Liga A aus dem Weg gehen (Mehr zum WM-Quali-Modus erfahren Sie hier).
Rollen klar verteilt
Zum Auftakt der Gruppenphase in der WM-Quali empfängt die Schweiz im Waadtland die Nordirinnen. In der Weltrangliste aktuell auf Rang 44 klassiert, ist Nordirland der nominell stärkste Gegner der Nati (25) in dieser ersten Qualifikations-Phase.
Dennoch ist die Schweiz im Vergleich mit den Britinnen klar favorisiert. Für Navarro wird es nach zwei Testspiel-Niederlagen Ende 2025 der erste Ernstkampf als Nachfolger von Pia Sundhage sein. «Es ist sehr wichtig, dass wir positiv in diese Quali-Kampagne starten. Das heisst mit einem Sieg», betont der Spanier.
Navarro hatte nun eine knappe Woche Zeit, um sich mit seinen Schützlingen auf den Auftakt in der WM-Qualifikation vorzubereiten. Im Fokus standen dabei sowohl die Offensive als auch die Defensive: «Wir haben angeschaut, wie wir im letzten Angriffsdrittel aggressiver und schneller zum gegnerischen Tor kommen können», schildert Navarro. Im Spiel ohne Ball habe das Augenmerk vor allem darauf gelegen, kompakter zu stehen als beim ersten Zusammenzug unter dem neuen Coach.
Goalie-Frage ist (vorerst) beantwortet
In Sachen Aufstellung sind gegen Nordirland keine grossen Überraschungen zu erwarten. Dennoch darf man auf die Startelf gespannt sein, zumal Navarro die Frage nach dem Stammgoalie zu Beginn des Zusammenzugs offen gelassen hatte. Inzwischen hat der Katalane seine Entscheidung getroffen, kommunizieren will er diese am Tag vor dem Spiel aber nicht.
Somit wird erst am Dienstag eine gute Stunde vor Anpfiff in Lausanne Gewissheit darüber herrschen, wer aus dem Trio Livia Peng, Elvira Herzog und Irina Fuchs das Schweizer Tor hüten wird.