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Breiter: «Begrüssen es, wenn wieder gespielt würde»
Aus Sport-Clip vom 30.04.2020.
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Am Tag nach dem BR-Entscheid Der Schweizer Fussball auf der Suche nach Lösungen

An seiner Medienkonferenz vom 29. April hat der Bundesrat sehnlichst erwartete Eckdaten für den Schweizer Sport – nicht zuletzt für den Fussball – geliefert. Nun sind Verband, Ligen und die Klubs daran, Lösungen für die Saison 2019/20 zu suchen.

Nägel mit Köpfen machte der Schweizerische Fussballverband (SFV) schon am Donnerstagmittag. Er erklärte sämtliche Meisterschaften im Amateurbereich inklusive dem Frauenfussball für beendet. «In erster Linie sind wir sehr traurig. In zweiter Linie schafft dieser Entscheid immerhin Klarheit», sagte SFV-Generalsekretär Robert Breiter gegenüber SRF.

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Breiter: «Ein sehr einschneidender Entscheid»
Aus Sport-Clip vom 30.04.2020.
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Dem SFV blieb nach dem Bundesrats-Entscheid gar keine andere Möglichkeit. Denn Team-Trainings erlaubt die Landesregierung ab dem 11. Mai ausschliesslich im (Halb-)Profi-Bereich.

SFL: Videokonferenz, aber kein Entscheid

Die wichtigsten Entscheide noch vor sich hat die Swiss Football League (SFL), welche für die Super League und die Challenge League verantwortlich ist. Noch hat man sich nicht betreffend des weiteren Saisonverlaufs festgelegt. Das Komitee der SFL beriet indes am Donnerstag diese Thematik.

Das Resultat der ausführlichen Videokonferenz des neunköpfigen Gremiums ist verständlicherweise überschaubar. Zu viele Unklarheiten und Eventualitäten gibt es noch. Es gilt organisatorische, gesundheitliche und finanzielle Fragen zu klären.

Bis zu einem Entscheid dürfte es noch eine Weile dauern. Klar ist heute einzig: Wenn die Saison zu Ende gespielt wird, sind Geisterspiele die einzige Option.

Wir brauchen finanzielle Unterstützung. Nicht nur der Fussball, der Sport allgemein.
Autor: Christoph SpycherYB-Sportchef

Breiter erklärte im SRF-Interview die Sicht des SFV zu den Geisterspielen: «Wir vom Verband sind freilich für den Fussball und nicht dagegen. Wir würden eine Fortführung der Meisterschaft begrüssen.»

Geisterspiele: YB dafür, FCB dagegen

Doch selbst in dieser Thematik herrscht bei den Profiklubs Uneinigkeit. Hatte sich FCB-Präsident Bernhard Burgener am Dienstag klar gegen Spiele ohne Zuschauer ausgesprochen, sieht YB-Sportchef Christoph Spycher die Sachlage ganz anders.

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Spycher: «Der Fussball muss mit der Politik Lösungen finden»
Aus Sport-Clip vom 30.04.2020.
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«Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Gegenüber den Sponsoren, den Fans und den Spielern», sagte Spycher im Interview. Geisterspiele seien nicht die Wunschlösung, aber die beste Lösung. Spycher fordert zusätzliche Hilfe vom Bund für die Klubs. «Wir brauchen finanzielle Unterstützung. Nicht nur der Fussball, der Sport allgemein.»

Wie FCZ-Präsident Ancillo Canepa den Bund finanziell miteinbeziehen möchte, lesen Sie hier.

SRF 1, Medienkonferenz des Bundesrats zum Coronavirus, 29.04.2020 14:45 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Joachim Bretschneider  (Jupp)
    Spycher meint die Spieler können Ihren Beruf seit ein paar Wochen nicht mehr so ausüben wie gewohnt. Jöööö die Armen welche Löhne bis in Millionenhöhe beziehen. Wir im normalen Arbeitsleben verdienen 10 x weniger, sind evt arbeitslos, haben Kurzarbeit, oder sind kurz vor bankrott. Eishockey, Handball, Franz Liga, Belg. Liga, Holl. Liga, Basketball haben die Meisterschaft gestoppt. Festivals und Konzerte sind annulliert und und und. Es kann nicht sein, dass der Fussball bevorzugt wird.
    1. Antwort von Matthias Zimmermann  (_schwuppidup_)
      Kann es sein, dass Sie absolut keine ahnung haben, wie viel so ein fussballer in der schweiz verdient?
  • Kommentar von Werner Aeschlimann  (wernz)
    Herr Burgener, 300 000.00 Fr. für einen Tschuttmatsch ohne Zuschauer? Mir scheint die Bransche mängisch etwas abgehoben. Dann Bundeshilfe ääää? Giele, schuttet doch einfach wie Wuschu es sagt, Verantwortung übernehmen. Es isch doch eifach onume es Spiili. Mein Sohn blaanget o nach sine Schtars. Mir schicke de dene Manne o ne 5Libr für ne Schoggitaler.
  • Kommentar von Kurt Schenk  (Creco)
    Ich glaube das sollte kein Problem sein mit den Geisterspielen.
    Wenn die sogenannten Stars auf ein Maximum Von Fr 15000.- Einwilligungen sind vielleicht die Fans mit Saisonkarten auch bereit auf die Rückzahlung der restlichen Spielen. Die Sicherheitskosten können den Verursacher verrechnet werden und zwar für immer, warum soll da der Steuerzahler sowie die Anständigen Fans dafür das Portemonnaie aufmachen. Liebe Klubbesitzer macht doch einmal eine Umfrage, was ihre Fans bereit sind zu zahlen.