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Fifa-Boss kontert Vorwürfe Infantino geht in die Offensive

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat auf die gegen ihn gerichteten Vorwürfe der unkorrekten Amtsführung reagiert.

Gianni Infantino.
Legende: Bezieht Stellung Gianni Infantino. Keystone

In der vergangenen Woche hatte ein europäisches Journalistennetzwerk unter Berufung auf Dokumente der Plattform «Football Leaks» über unangemessene Einflussnahme Infantinos auf den Ethikcode der Fifa berichtet.

Auch soll Infantino in seiner Zeit als Uefa-Generalsekretär Absprachen mit den Topklubs Paris Saint-Germain und Manchester City im Zuge der Ermittlungen wegen Verstössen gegen das Financial Fair Play (FFP) getroffen haben.

Verhandlungen im Interesse der Uefa

«Es gibt nichts, wofür man sich schämen müsste», erklärte Infantino nun gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa zu den Verhandlungen mit Vertretern der Klubs im Jahr 2014. Diese Form der Verhandlungen sei im Interesse der Uefa gewesen.

«Wir wollten die Klubs im Wettbewerb halten und sie nicht ausschliessen», so Infantino weiter. Das habe für alle 30 FFP-Fälle gegolten und nicht nur für die Topklubs aus Paris und Manchester. Bis zu 50 Personen seien in die Verhandlungen einbezogen gewesen. «Da kann man nichts in Hinterzimmern regeln», erklärte Infantino.

Der Walliser sieht sich als Opfer einer kontinuierlichen Diffamierungskampagne und streitet jedes Fehlverhalten entschieden ab. «Wenn es um die Fifa geht, gibt es keine illegalen Aktivitäten», sagte der Chef des Weltverbandes. In seiner Amtszeit sei «kein einziger Franken verschwunden».

Ich sehe da nichts Merkwürdiges.
Autor: Gianni Infantino

Auch die umstrittene Kommunikation mit dem Chef der rechtsprechenden Ethikkammer, Vassilios Skouris, bezeichnete Infantino als normalen Vorgang. Der Walliser hatte Korrekturvorschläge für den neuen Ethik-Code eingebracht. «Ich sehe da nichts Merkwürdiges», betonte Infantino.

Beim Treffen des Fifa-Councils im März will Infantino die heftig kritisierte Streichung des Begriffs «Korruption» als ahndungswürdiges Vergehen aus dem Ethikreglement rückgängig machen. «Ich werde den Vorschlag einbringen, um ein klares Signal zu senden», sagte er.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 03.11.2018, 08:00 Uhr.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    In seiner Amtszeit sei «kein einziger Franken verschwunden»... Das behauptet auch niemand, Geld verschwindet nicht, es wandert nur. Das Standartvorgen in der (neoliberalen-Kapitalismus) Politik, hier geht es hald nicht um Staats- sondern um Fussbal-Politik. Der Grund: eine narzistische Unersättlichkeit einer unbewussten "elite" die einem leid tun kann da sie immer das gefühl haben werden mehr zu brauchen, sie werden nie glücklich sein mit dem was sie haben. Ich habe mitgefühl mit diesen Opfern.
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  • Kommentar von Othmar Eberhard (Othmar Eberhard)
    Non Profit Organisation.. Keine Steuern zahlen. Bin schon längst nicht mehr stolz, dass die Fifa ihren Sitz in der Schweiz hat. Da fliegt Infantino mit dem Charter nach Kuweit für 58000 Fr. Unglaublich diese Aroganz und Unverfrorenheit. Und dazu noch ein Jahresgehalt von 2 Mio.
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  • Kommentar von Daniel Flückiger (Daniel Flückiger)
    Logisch schämt er sich nicht. Dafür bräuchte es einen intakten moralischen Kompass. Den hat er vermutlich im Wallis vergessen!
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    1. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Den hat er nie gehabt. Der weiss garnicht was es bedeutet sich zu schämen, dass sehen sie genau richtig.
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