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Türkei ausgestochen Deutschland erhält Zuschlag für Fussball-EM 2024

Der übernächste Fussball-Europameister wird erstmals seit 1988 wieder in Deutschland gekürt. Die Türkei blitzte ab.

Die deutsche Bewerbung für die Austragung der Europameisterschaft 2024 ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Deutschlands Delegation um Botschafter Philipp Lahm und Präsident Reinhard Grindel stach bei der Vergabe in Nyon den einzigen Konkurrenten, die Türkei, mit 12:4 Stimmen aus.

Bereits der Uefa-Evaluationsbericht hatte den DFB besser bewertet. Menschenrechte und wirtschaftliche Verlässlichkeit sind die deutschen Pluspunkte.

Nach 36 Jahren

Deutschland hatte 1988 das einzige Mal eine EM ausgetragen. 2006 veranstaltete der vierfache Weltmeister unter dem Motto «Die Welt zu Gast bei Freunden» die WM. Nach zunächst äusserst positiver Bewertung überschattete später der Vorwurf der Bestechung das «Sommermärchen».

Die Türkei hingegen ist im vierten Anlauf zum vierten Mal gescheitert. Bereits für die Turniere 2008, 2012 und 2016 bewarb man sich erfolglos.

10 Austragungsstätten

Voraussichtlich wird die EURO 2024 mit 24 Teams über die Bühne gehen, wobei Gastgeber Deutschland vorqualifiziert ist. Gespielt wird wohl in den Monaten Juni und Juli in 10 verschiedenen Städten.

Reaktionen zur Vergabe:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel:

«Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Bewerbung! Wir freuen uns auf spannende Spiele bei der EM 2024 und auf den Besuch von Fans aus ganz Europa.»

  • EM-Botschafter Lahm:

«Ich bin sehr stolz. Es war eine unglaubliche Spannung. Man weiss nie, was passiert. Wir haben uns viel vorgenommen. Wir wollen gemeinsam ein riesengrosses Fest mit ganz Europa feiern», sagte der EM-Botschafter und künftige OK-Chef Philipp Lahm.

Legende: Video Philipp Lahm: «Gemeinsam ein riesengrosses Fest feiern» abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 27.09.2018.
  • DFB-Trainer Joachim Löw:

«Die WM 2006 in Deutschland war eine grosse Party. Wir werden alles dafür tun, dass es 2024 genauso wird.»

  • Türkischer Sportminister Mehmet Kasapoglu:

«Dass die UEFA trotz all unserer Stärken die EM nicht an unser Land vergeben hat, ist eine traurige Situation – für die UEFA und die EURO 2024. Die Türkei hat eine starke Bewerbung vorgelegt und besitzt neue Stadien. Wir haben als Land nichts verloren.»

  • AKP-Abgeordneter und Erdogan-Vertrauter Mustafa Yeneroglu:

«Schade, dass es für die Türkei nicht geklappt hat. Nach drei erfolglosen Bewerbungen wäre die Türkei diesmal ein schöner Ort für die EURO 2024 gewesen. Aber ich freue mich auch für Deutschland.»

  • Ex-Fifa-Präsident Joseph S. Blatter:

«Es ist grossartig, dass die UEFA zu ihrem ursprünglichen Format zurückkehrt – und die Veranstaltung wie im Jahr 2020 nicht auf den gesamten Kontinent verteilt. Deutschland als Gastgeber garantiert ein Turnier auf höchstem infrastrukturellen und logistischen Niveau.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 27.09.2018, 16:00 Uhr.

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