- Am 30. Bundesliga-Spieltag entführt Augsburg aus Leverkusen dank Doppelpacker Fabian Rieder 3 Punkte.
- Union Berlin muss sich beim 1. Auftritt von Cheftrainerin Marie-Louise Eta Wolfsburg geschlagen geben.
- Weil Dortmund in Sinsheim verliert, kann Bayern München am Sonntag mit einem Remis vorzeitig Meister werden.
Augsburg feierte in der 30. Bundesliga-Runde einen grossen Sieg bei Champions-League-Aspirant Bayer Leverkusen – auch dank Fabian Rieder. Der Nati-Spieler erzielte seine Saisontore 5 und 6. Nur 3 Minuten nach Patrik Schicks Führungstor hatte Rieder mit einem noch abgelenkten Distanzschuss ausgeglichen (15.). Tief in der Nachspielzeit verwandelte der 24-Jährige einen Foulelfmeter sicher zum 2:1.
Rieders Nati-Teamkollege Gregor Kobel sah sich beim Spiel seines BVB gegen Hoffenheim 2 Mal mit einem Elfmeter konfrontiert. Beide Male – in der 41. und 98. (!) Minute – konnte Kobel gegen Andrej Kramaric nichts ausrichten. Die Dortmunder, die in der 87. Minute durch Serhou Guirassy zum 1:1 getroffen hatten, verloren letztlich mit 1:2 – und lieferten Bayern München damit die Vorlage, am Sonntag vorzeitig Meister zu werden. Dem Rekordmeister reicht zu Hause gegen Stuttgart nun ein Remis zur Meisterschale.
Historisches in Berlin
Im Stadion an der alten Försterei in Berlin wurde am Samstagnachmittag Geschichte geschrieben. Mit Marie-Louise Eta stand zum 1. Mal in der Bundesliga eine Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Doch die 34-Jährige dürfte sich ihre Premiere als Union-Trainerin anders vorgestellt haben. Gegen das kriselnde Wolfsburg resultierte eine 1:2-Niederlage.
Oliver Burke hatte mit seinem Anschlusstor in der 85. Minute die Hoffnungen nochmals zurückgebracht, doch zu mehr reichte es den Unionern nicht mehr. Patrick Wimmer hatte das Skore mit einem genialen Aussenristschuss bereits in der 11. Minute eröffnet. Kurz nach der Pause stellte Dzenan Pejcinovic auf 2:0. Für die Wolfsburger ist es der 1. Sieg unter Trainer Dieter Hecking und seit dem 14. Januar.
Muheim verletzt sich
Werder Bremen ging aus einem hitzigen und emotionalen Nordderby gegen den HSV als Sieger hervor. Für die Bremer netzte Jens Stage 2 Mal – zum 1:0 (37.) und 2:1 (57.) – ein. Bis in die Nachspielzeit blieb es spannend, ehe der gebürtige Lausanner Cameron Puertas mit dem 3:1 den Deckel drauf machte (91.). Zwischenzeitlich hatte Nati-Akteur Miro Muheim (HSV) verletzt ausgewechselt werden müssen (75.). 4 Minuten später kassierte der Ex-Basler Philip Otele (HSV) nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung die rote Karte.