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China nimmt Özil aus Computerspiel (Radio SRF 3, Wirtschaftsbulletin von 07:40 Uhr, 19.12.19)
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Nach Instagram-Post Özil in China aus Computerspiel gelöscht

Die Kritik des deutschen Nationalspielers Mesut Özil an der Situation der Uiguren in China hat weitere Konsequenzen.

Mesut Özil ist in China nach seinen kritischen Kommentaren zur Situation der Uiguren aus der Fussball-Simulation Pro Evolution Soccer genommen worden. Der Hersteller, das chinesische Unternehmen NetEase, begründete das Löschen von Özils virtuellem Charakter mit dessen «extremen Aussagen über China».

«Unwahre Bemerkungen» und «Fake News»

Zuletzt hatte bereits das Aussenministerium des asiatischen Staates Özil als «getäuscht von Fake News» bezeichnet. Ein Sprecher sagte am Montag, dass Özils Urteilsvermögen beeinflusst sei von «unwahren Bemerkungen» und er sich gerne in Xinjiang ein eigenes Bild machen könne. China wird international vorgeworfen, die muslimische Minderheit in der Provinz zu verfolgen und in Lager einzusperren.

Özil hatte sich in den sozialen Medien mit deutlichen Worten für die Uiguren starkgemacht und gleichzeitig die muslimischen Länder für ihr Schweigen kritisiert. Der staatliche TV-Sender CCTV nahm daraufhin das Topspiel von Özils Klub Arsenal gegen Manchester City am Sonntag aus seinem Programm. Die «Gunners» distanzierten sich von Özils Kommentaren.

Sendebezug: Radio SRF 3, Wirtschaftsbulletin von 07:35 Uhr, 19.12.19

18 Kommentare

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  • Kommentar von Felice Limacher  (Felimas)
    @Andi Hug: Es mir ein absolutes Rätsel wie Sie solche Kommentare schreiben können und was Sie als Zivilcourage sehen. Ich finde es beschämend wie Menschen heute wegschauen und sich nicht für schwächere einsetzen. Besonders im Sport wäre das gefragt. Aber bei zuvielen Menschen geht es um "hauptsache mir geht es gut", alles andere geht mich nichts an ...
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  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Bin kein Özil-Fan wegen seiner gesuchten Nähe zum Diktator Erdogan. Aber wo er Recht hat, hat er Recht. Was China an den Uiguren macht, ist Völkermord. Punkt. Müssen internationale Sportler nun fürchten, nicht mehr zu Sportanlässen in China zugelassen oder schikaniert zu werden, wenn sie kritische Kommentare zu China abgeben? Wäre interessant die Reaktion von China zu sehen, sollte sich Roger Federer mal kritisch äussern...
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  • Kommentar von Peter Pfister  (Pescheli)
    Ich kann Özil nicht ernst nehmen. Verurteilt China, aber huldigt Erdogan, welcher die Menschenrechte mit Füssen tritt. Soll doch zum Sultan ins Osmanische Reich ziehen...
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