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Torjubel mit Kniefall Gladbachs Thuram setzt Zeichen gegen Rassismus

Marcus Thuram hat seinen ersten Treffer gegen Union mit einem Kniefall bejubelt. Von seinem Trainer erfährt er dafür viel Zuspruch.

Marcus Thuram kniet nach dem 2:0 gegen Union Berlin hin.
Legende: Unmissverständliche Geste Marcus Thuram kniet nach dem 2:0 gegen Union Berlin hin. Getty Images

Erst bejubelte Marcus Thuram das 2:0 gegen Union Berlin am Sonntag mit seinen Mitspielern. Kurz darauf löste er sich jedoch von seinen Kameraden, kniete sich nieder und senkte den Kopf.

«Er hat es auf den Punkt gebracht und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, was wir natürlich alle komplett unterstützen», sagte Gladbach-Trainer Marco Rose nach dem 4:1-Sieg. «Ich glaube, dass alle das komplett mittragen, dass alle den gleichen Gedanken tragen wie er.»

Video
Alle Tore bei Gladbach - Union Berlin
Aus Sport-Clip vom 31.05.2020.
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Auf den Spuren von Kaepernick

«Die Fohlen» schrieben nach Thurams Aktion auf Twitter: «Besonderer Moment im Borussia-Park». Der englischsprachige Account der Gladbacher twitterte: «Keine Erklärung erforderlich».

Im American Football hatte Quarterback Colin Kaepernick 2016 eine Protestwelle gegen Unterdrückung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt in den USA gestartet. Der heute 32-Jährige war während der Nationalhymne auf ein Knie gegangen.

Auch Sancho und McKennie setzen Zeichen

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gibt es in den USA derzeit landesweit Proteste und Gewalt. Wenige Stunden nach Thuram machte auch der Dortmunder Jadon Sancho auf die Problematik aufmerksam.

Der Engländer zog nach seinem Tor zum 2:0 bei Paderborn das Trikot aus. Auf dem T-Shirt darunter stand: «Justice for George Floyd». Teamkollege Achraf Hakimi machte es Sancho später im Spiel nach.

Dortmunds Jadon Sancho.
Legende: Fordert Gerechtigkeit Dortmunds Jadon Sancho. Getty Images

Tags zuvor hatte bereits der Schalker Profi Weston McKennie in der Partie gegen Werder Bremen (0:1) mit einer Armbinde seine Unterstützung für Floyd gezeigt.

Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 31.05.2020, 17:50 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Alle sind empört, zurecht. Nur was haben denn die vielen millionenschweren Sportler getan, um gegen die bekannte Ungerechtigkeit anzukämpfen? Sie melden sich nur dann zu Wort, wenn wieder eine Ungerechtigkeit mehr publik wird, sonst leben die meisten ihren Egotrip aus. Seit Trump am Ruder ist hat die soziale Ungerechtigkeit zugenommen, überall. Wo waren die empörten Stimmen, dieser Opinionleader die sich nun lautstark melden? Bei allem Verständnis, ich kann diese Typen nur schwer ernst nehmen.
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