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Nach Telefonat mit Petkovic Behrami spielt nicht mehr für die Nati

Valon Behrami sagt, dass ihn der Nationaltrainer aus der Nati aussortiert hat. Laut SFV handelt es sich um ein Missverständnis.

Legende: Video Eklat in der Schweizer Nati abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.08.2018.

Vladimir Petkovic hat sich am Montag telefonisch bei Valon Behrami gemeldet, um über die sportliche Zukunft zu sprechen. Gemäss Behrami soll der Nationaltrainer ihm mitgeteilt haben, dass er künftig nicht mehr auf ihn setze. Kurz nach 19 Uhr verbreitete Valon Behrami dann die Nachricht auf Twitter. «Meine internationale Karriere ist zu Ende», schrieb der Tessiner.

Der 33-Jährige äusserte sich gegenüber dem Fernsehsender RSI zum angeblichen Rauswurf. Er glaube an einen politischen Entscheid. «Petkovic kann sagen, was er will. Dieser Entscheid wurde von einer Person getroffen, die nichts vom Fussball versteht.»

Behrami rechnet mit Miescher ab

Behrami zielt mit seinen Aussagen auf SFV-Generalsekretär Alex Miescher ab. Im Zuge der Doppeladler-Affäre stellte dieser Doppelbürger in der Nati grundsätzlich in Frage. «Das hat sehr weh getan», so Behrami. Einige Spieler hätten mit dem Rücktritt geliebäugelt. Er habe sie – auch auf Bitte von Miescher – besänftigt. Nun sieht sich Behrami selbst als Opfer.

SFV relativiert die Aussage

Marco von Ah, der Mediensprecher des Schweizer Verbandes, bestätigte gegenüber SRF das Gespräch von Petkovic mit Behrami. Ein Ausschluss des Spielers sei aber nicht vorgenommen worden. Petkovic plane, in den A-Team-Spielen der Nations League gegen Island und Belgien sowie in den Testspielen gegen England und Katar junge Spieler einzusetzen, damit sich diese für künftige Aufgaben empfehlen könnten.

Für Behramis Aussagen, es handle sich um einen politischen Entscheid, hat Petkovic kein Verständnis. «Das ist allein meine Entscheidung, und die basiert auf sportlichen Kriterien. Mit Politik hat das null und nichts zu tun.» Es seien keine Spieler ausgemustert worden.

Was passiert mit Gelson, Dzemaili und Djourou?

Gemäss RSI gehört auch Blerim Dzemaili zu den «Aussortierten». Des Weiteren soll Petkovic auch nicht mehr mit Gelson Fernandes und Johan Djourou planen. Sogar Captain Stephan Lichtsteiner könnte die Verjüngungskur noch treffen. Dzemaili hat sich gemäss Tages Anzeiger bis Freitag Bedenkzeit erbeten. Gelson kündigte für Dienstag eine öffentliche Stellungnahme an.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.08.2018, 20:00 Uhr

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